Arthroskopie: Einblick und Behandlung durchs Schlüsselloch

Tag der Arthroskopie am 01.02.2023

Gelenkbeschwerden können eine große Belastung sein. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind Anzeichen für mögliche krankhafte Veränderungen in dem betroffenen Gelenk. Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) bietet nicht nur die Möglichkeit das Gelenk zu untersuchen. Vielmehr können Verletzungen oder altersbedingte Veränderungen operiert werden. Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Malte Ohlmeier vom UKM Marienhospital Steinfurt beantwortet Fragen zur Arthroskopie.

Was ist eine Arthroskopie?
Mit einer Minikamera wird die Gelenkhöhle eines Gelenks gesichtet. Die Bilder werden auf einen Bildschirm übertragen, sodass die Ärzte den Zustand des Gelenks genau beurteilen können. Wir sehen die Knochenstrukturen, die schützende Knorpelschicht und Bänder. Verletzungen oder Abnutzungserscheinungen können diagnostiziert werden.

Für die Gelenkspiegelung werden im Rahmen einer Operation kleine Schnitte (je 5mm) gemacht, einer für den Sichtkanal mit der Kamera und für den Arbeitskanal, also zum Beispiel zum Spülen oder Absaugen. Die Arthroskopie wird deshalb auch als „Schlüssellochchirurgie“ bezeichnet.

Wie viele Menschen leiden an Gelenkschmerzen und was kann die Arthroskopie leisten?
Das RKI hat 2017 berichtet, dass rund ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer über akute Gelenkschmerzen klagen, die in den vergangenen 24 Stunden auftraten. Von den insgesamt 212 Gelenken des Menschen sind es vor allem das Schulter-, Knie- und Hüftgelenk, in denen die Schmerzen auftreten.

Die Arthroskopie kann vor allem bei denjenigen Fällen helfen, bei denen es um Gelenkerhalt geht. Für Patienten, die einen Gelenkersatz wegen einer Arthrose benötigen, ist die Arthroskopie erfahrungsgemäß keine hilfreiche Therapieoption.

Was sind typische Einsatzgebiete?
Typische Einsatzgebiete sind die großen Gelenke des Menschen (Knie, Schulter, Hüfte), zunehmend jedoch auch kleinere Gelenke, wie das Hand-, Ellenbogen- oder Sprunggelenk.

Die Vorteile arthroskopisch gestützter Therapieansätze sind vielseitig: So können die behandelnden Ärzte eine genaue Diagnose stellen. Dank der feinen Geräte erreichen wir auch Körperregionen, die sonst nur mit größerem Aufwand darstellbar wären, z.B. die Gelenkpfanne von Schulter- und Hüftgelenk oder den hinteren Teil des Kniegelenks. Außerdem kann die Behandlung gezielt an dem betroffenen Gelenk erfolgen. Schließlich erholen sich die Patienten nach diesem minimalinvasiven Verfahren leichter von dem Eingriff.

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Foto: Oberarzt Dr. Malte Ohlmeier richtet mit seiner rechten Hand eine Kameraeinheit, die für Gelenkspiegelungen verwendet wird, auf den Geräteturm des Gerätes. Auf dem Bildschirm ist der Geräteturm zu sehen. Als Lichtquelle ist das weiß leuchtende Glasfaserkabel an die Kamera angeschlossen.

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