Wettringer Gesundheitstage

Im Mai 2021 können Sie im Rahmen der Wettringer Gesundheitstage an drei Vortragsveranstaltungen des UKM Marienhospital Steinfurt teilnehmen.

Wir haben aus unserer Veranstaltungsreihe "Abendvisite online" drei Vorträge ausgewählt, die wir im Rahmen der Wettringer Gesundheitstage noch einmal live anbieten. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich über den Verkehrsverein Wettringen zu den Online-Vorträgen an. Die genauen Anmeldeinformationen finden Sie weiter unten bei den Veranstaltungen.

Die drei Veranstaltungen führen wir gemeinsam mit der Familienbildungsstätte Steinfurt durch.

Ältere Menschen sind länger mobil als noch vor wenigen Jahrzehnten. Doch wenn sich die Senioren Verletzungen im Haushalt, beim Radfahren, Wandern oder Skilaufen zuziehen, dann besteht nicht nur die Gefahr, Selbständigkeit zu verlieren.

Eine der häufigsten Verletzungen bei Patienten im höheren Lebensalter ist die hüftgelenksnahe Oberschenkelfraktur. Bei steigender Lebenserwartung und gleichzeitig zunehmender Mobilität der Senioren erwarten Gesundheitsexperten in Deutschland eine deutliche Zunahme der Anzahl und damit verbundener Behandlungskosten dieser Oberschenkelfrakturen von ca. 2 Mrd. Euro im Jahr 2002 auf 6. Mrd. Euro im Jahr 2030.

Am UKM Marienhospital Steinfurt behandelt Chefarzt Prof. Dr. Richard Stange viele ältere Menschen mit Knochenbrüchen und Verletzungen. Neben der Patientenversorgung ist er aber auch Wissenschaftler an der WWU in Münster.

Was ist Ihr Forschungsgebiet?

Wir erforschen, welche Faktoren die Regenerationsfähigkeit von Knochen, Sehnen und Gelenken nach Verletzungen im Alter beeinflussen. Nach einem Knochenbruch kann sich neues Knochengewebe bilden und den Bruch heilen. Beim jüngeren Menschen sieht man die Bruchstelle im Knochen bald nicht mehr. Das ist im Alter anders. Allgemeinzustand, Medikamente oder chronische Erkrankungen beeinflussen den Heilungsverlauf im Alter. So leiden viele ältere Menschen unter Osteoporose, also unter einer Erkrankung, bei der die Knochenfestigkeit abnimmt und die Bruchgefahr steigt.

Gibt es für ältere Menschen typische Verletzungen und Knochenbruchformen?

Ja. Nach der Oberschenkelhalsfraktur folgen Verletzungen am Kopf als zweithäufigste Verletzung im Alter. Der handgelenksnahe Speichenbruch und der Bruch des schulternahen Oberarms sind ebenfalls für Patienten im höheren Alter typisch. Moderne Behandlungsverfahren sollen dazu beitragen, dass die Senioren bald nach dem Unfall wieder ihre gewohnten Aktivitäten aufnehmen können. 

Kann man diesen Verletzungen vorbeugen?

Zum einen wird empfohlen, schon in jungen Jahren für einen langfristigen Erhalt der Knochenfestigkeit zu sorgen. Zum andern müssen Muskulatur und Sinnesorgane auch im Alter trainiert werden. Aktivität und gesunde Ernährung stärken den Knochen und können das Risiko, an Osteoporose zu erkranken senken. Wichtig ist es auch, nach einem Knochenbruch im Alter eine mögliche Osteoporose zu untersuchen und auch zu behandeln, um weitere Knochenbrüche zu vermeiden.

Im Rahmen des Vortrages am 04.05.2021 im Rahmen des Wettringer Gesundheitsmonats beantwortet Prof. Dr. Stange weitere Fragen zu Verletzungen im Alter, deren Ursachen, Behandlung und Vorbeugung.

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Richard Stange, Chefarzt für Muskuloskelettale Chirurgie am UKM Marienhospital Steinfurt.

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Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung eine genaue Anleitung sowie die Zugangsdaten zum virtuellen Kursraum per e-Mail.

In Deutschland leidet annähernd die Hälfte der Bevölkerung an erhöhtem Blutdruck (arterieller Hypertonie). Hoher Blutdruck gehört jedoch zu den wesentlichen Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall und sollte deshalb rechtzeitig behandelt werden. Die Symptome der Hypertonie werden oft erst spät erkannt. Deshalb weiß eine große Gruppe der Betroffenen nichts von der eigenen Erkrankung.

Drei Fragen an Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Gerold Thölking (Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie am UKM Marienhospital Steinfurt)

Wann sprechen Sie von einem erhöhten Blutdruck?

Der menschliche Organismus regelt den Blutdruck je nach Situation. Bei körperlicher Anstrengung steigt der Blutdruck, weil die Muskeln besser mit frischem Blut versorgt werden müssen. Im Schlaf dagegen ist der Blutdruck niedriger. Wir messen zwei Werte, wenn wir den Blutdruck beurteilen. Zuerst den Wert, wenn das Herz sich zusammenzieht und dann den Wert, wenn das Herz erschlafft. Die Normalwerte liegen zwischen 120 bis 129 für den ersten Wert und 80 bis 84 für den zweiten Wert. Als hohen Blutdruck bezeichnen wir Werte ab 140 und ab 90.

Gerade der arbeitende Teil der Bevölkerung leidet besonders häufig unter der Hypertonie. Woran liegt das?

Stress und Angst kommen als Ursache für einen erhöhten Blutdruck in Frage. Wenn dann noch Bewegungsmangel und eine zu salzreiche Ernährung hinzukommen, dann kann mit der Zeit der Blutdruck dauerhaft zu hoch sein. Doch das Risiko an erhöhtem Blutdruck zu erkranken, nimmt zusätzlich mit dem Alter zu.

Was kann man gegen Bluthochdruck tun?

Mehr Bewegung und gesündere Ernährung sind erste Maßnahmen, um den Blutdruck zu senken. Erst wenn dies nicht zum Erfolg führt, kommen zum Beispiel medikamentöse Therapieansätze in Frage.

Im Rahmen des Vortrags am 11.05.2021 um 19.00 Uhr geht Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Gerold Thölking auf die Anzeichen der Erkrankung und deren Ursachen ein. Er erläutert, welche Maßnahmen gegen die Hypertonie helfen können und welche Medikamente vorteilhaft sind.

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Noch immer werden Menschen, die an einer Depression leiden, stigmatisiert. Ebenso häufig kommt es vor, dass die psychische Erkrankung von den Betroffenen und deren Umfeld tabuisiert wird. Hilfreicher scheint dagegen, Depressionen als Teil des Alltags zu begreifen, und individuelle Strategien zum Umgang mit der Krankheitslast zu entwickeln. Chefarzt Dr. Matthias Heyng (Psychosomatik und Psychotherapie) beantwortet drei Fragen zur Volkskrankheit Depression auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Was ist eine depressive Störung?

Im klinischen Alltag beschreiben uns Patienten immer wieder, dass sie ein tiefgreifender Mangel an Lebensfreude und eine massive Antriebslosigkeit ergreifen. Niedergeschlagene, gedrückte Stimmung oder das schwindende Interesse an Hobbies oder der Arbeit gehen einher mit körperlichen Beschwerden. Für gesunde Menschen geht so eine Lebensphase vorüber. Wenn sie aber über einen mehrwöchigen Zeitraum anhält sprechen wir von einer depressiven Störung. Vielen Betroffenen gelingt es dann nicht mehr, sich selbst aus dieser negativ erfahrenen Lebensphase zu helfen.

Wie wirkt sich die Pandemie auf die Depressive Symptomatik aus?

Mittlerweile hat sich gezeigt, dass die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen und der Mangel an sozialen Kontakten immer mehr Menschen dauerhaft überfordern. Zusätzlich zu den gewohnten Alltagsbelastungen stellen die veränderten Lebensbedingungen und eine gewisse Perspektivlosigkeit eine hohe Anforderung an die persönliche Verarbeitungskapazität. Dieser seelische Stress bringt die Betroffenen dauerhaft an ihre Belastungsgrenze und löst in vielen Fällen Krankheitssymptome aus.

Was können Angehörige und Freunde tun?

Angehörige und Freunde berichten von Hilfslosigkeit, eigenen Schuldgefühlen oder auch Ärger gegenüber dem depressiv Erkrankten. Daher gibt es keine einfachen Tipps. Doch es zeigt sich immer wieder, dass die Zuwendung zum Patienten nicht aufgegeben werden darf.

Im Rahmen des Vortrages am 18.05.2021 um 19.00 Uhr gibt Chefarzt Dr. med. Matthias Heyng (Psychosomatisch und Psychotherapie am UKM MHS - Gesundheitscampus Emsdetten) einen Überblick über den aktuellen Stand der Erkenntnisse und bietet Raum zur Diskussion über die „Volkskrankheit Depression“.

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Wir sind für Sie da:

UKM Marienhospital Steinfurt

Mauritiusstr. 5
48565 Steinfurt

Tel.: 02552 79-0
zentrale-st(at)­ukm-mhs(dot)­de

Informationen zur Besuchsregelung Update 13.04.2021

Besuche sind ab dem 14.04.2021 grundsätzlich nur noch nach ausdrücklicher ärztlicher Genehmigung möglich. Individuelle Regelungen gelten für Intensiv- und Palliativpatienten. Mehr Infos dazu gibt es hier.