Abendvisite im Krankenhaus Steinfurt

Immer am 4. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: im großen Sitzungssaal des UKM MHS, Mauritiusstr. 5 in Steinfurt

Die Diagnose Krebs kann das Leben auf den Kopf stellen. Der Patient durchläuft in kurzer Zeit eine Therapie mit den verschiedensten medizinisch notwendigen Schritten. Dabei bewegt er sich nicht nur in einem fremden Umfeld (z.B. Krankenhaus), sondern muss sich mit unbekanntem Spezialwissen auseinandersetzen. Dazu kommt, dass sicher geglaubte Lebenserfahrungen in Frage gestellt werden.

Auf der Suche nach einer plausiblen Erklärung für die Erkrankung machen sich einige Patienten Selbstvorwürfe. Andere Patienten reagieren mit Angst, aber auch Wut oder Trauer auf die Diagnose. Diese Reaktionen sind eine normale Antwort auf die außergewöhnliche Belastung der Betroffenen.

Frühzeitige Angebote aus dem Bereich der Psychoonkologie können den Patienten helfen, die Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Dr. Ann-Kathrin Spellmann und Judith Hillmann (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am UKM Marienhospital Steinfurt) zeigen den Zusammenhang von Erkrankungsverlauf und psychischem Befinden auf. Sie erläutern Behandlungsansätze, die den Patienten helfen den Umgang mit ihren psychophysischen Belastungen zu bewältigen.

Im Anschluss an den Vortrag informiert Claudia Holt-Greiwe, (Dipl.-Sozialpädagogin, Psychoonkologin) über das Unterstützungsangebot der Krebsberatungsstelle Münster. Das Angebot richtet sich an Menschen die sich durch eine Krebserkrankung belastet fühlen und Fragen zu ihrer Situation haben. Es beinhaltet u.a. Information und Beratung zu Sozialleistungen sowie psychoonkologische Beratung zur Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung.

Mit einer Zunahme der Alterung der Bevölkerung kommt es auch zu einem erhöhten Auftreten von altersbedingten Frakturen. Häufig reicht dafür schon ein Sturz aus geringer Höhe, z.B. morgens beim Aufstehen aus dem Bett. Diese Frakturen werden begünstigt durch eine häufig noch nicht bekannte Osteoporose.

Im Vortrag werden zum einen häufige Frakturtypen vorgestellt. Zum anderen erfolgt eine Annäherung an das Krankheitsbild (Definition, Klassifikation, Diagnostik). Besonders Wert gelegt wird auf die Bedeutung von Risikofaktoren mit entsprechend näherer Eingrenzung und Identifikationsmöglichkeiten.

Abschließend erfolgt die Vorstellung der Maßnahmen und Therapiemöglichkeiten, z. B. Kraftaufbau und Koordinationsschulung, ernährungsspezifische Aspekte sowie Ansätze zur Sturzvermeidung. Auf medikamentöse Behandlungsansätze geht Konermann ebenfalls ein.

Referent: Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Innere Medizin / Geriatrische Frührehabilitation)

Etwa 65.000 Menschen sterben jährlich am plötzlichen Herztod. Binnen weniger Minuten führen schwere Herzrhythmusstörungen zum Herzstillstand.

Eine Hauptursache für den plötzlichen Herztod sind Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Sie bilden ein Netz von Adern und versorgen das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen. Durch Ablagerungen in diesen Adern wird die Zufuhr mit neuer Energie eingeschränkt oder sogar unterbunden. Wenn ein Herzkranzgefäß vollständig verschlossen ist, droht ein Herzinfarkt. Extreme Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung kann ein Anzeichen für die koronare Herzkrankheit sein. Ebenso leiden Patienten unter einer Enge oder Schmerzen in der Brust.

Vier Experten aus dem UKM Marienhospital Steinfurt informieren über die Ursachen des plötzlichen Herztodes und deren Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehören unter anderem minimalinvasive Eingriffe zur Therapie bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder der Einsatz von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Auch Wiederbelebungsmaßnahmen, die jeder in seinem im häuslichen Umfeld vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes selbst ergreifen kann, werden thematisiert.

 
 

Wir sind für Sie da:

UKM Marienhospital Steinfurt

Mauritiusstr. 5
48565 Steinfurt

Tel.: 02552 79-0
zentrale-st(at)­ukm-mhs(dot)­de