Abendvisite im Krankenhaus Steinfurt

Immer am 4. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: im großen Sitzungssaal des UKM MHS, Mauritiusstr. 5 in Steinfurt

Ist eine Wunde nach acht bis zwölf Wochen nicht abgeheilt, wird sie als chronische Wunde bezeichnet. Am häufigsten sind die Füße oder Unterschenkel betroffen. Über 800.000 Menschen leiden in Deutschland an chronischen Wunden. Neben den Einschränkungen in der Lebensqualität ist es der pflegerische und medizinische Aufwand, der die mitunter jahrelangen Krankheitsverläufe prägt. Eine Abklärung der genauen Ursache für die Wunden kann helfen, den Krankheitsverlauf zu verbessern und die Wunde zur Abheilung zu bringen. Im besten Fall kann so die Entstehung von chronischen Wunden sogar verhindert werden.

Durchblutungsstörungen können ein Grund für die schlecht heilenden Hautstellen sein. Dabei spielen nicht nur Arterien, sondern auch Venen und das Lymphsystem eine Rolle. Im Vortrag werden die verschiedenen Ursachen für chronische Wunden erläutert, denn der Therapieerfolg hängt von der Behandlung der Grunderkrankung ab. Außerdem werden die unterschiedlichen Therapien von chronischen Wunden dargestellt und ein modernes Wundmanagement besprochen.

Referent. Chefarzt Dr. med. Bernd Krabbe (Innere Medizin / Herz-Kreislauf-Medizin)

Das Knie und die Hüfte ermöglichen die vielfältigen Bewegungsabläufe der Beine. Durch Verletzungen oder durch Verschleiß kommt es nicht nur zu Bewegungseinschränkungen. Schmerzen können jeden Schritt unerträglich machen und damit die Lebensqualität erheblich reduzieren.

In dem Vortrag werden typische Krankheitsbilder des Knies und der Hüfte vorgestellt. Häufig ist der Verschleiß des Knorpels in dem Gelenk (Arthrose) die Ursache für die Schmerzen. Konservative und operative Therapieformen stehen im Mittelpunkt der Abendvisite. Unter den operativen Behandlungsverfahren stellt der Gelenkersatz (Endoprothetik) erst die letzte Therapiemöglichkeit dar.

Das UKM Marienhospital Steinfurt ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum und auf die Therapie bei Knie- und Hüftgelenkleiden spezialisiert.

Referenten: Leitende Oberärztin Dr. Andrea Pokorná und Leitender Oberarzt Hans-Ulrich Sembowski (Leiter des Endoprothetikzentrums) (Chirurgie / Endoprothetikzentrum)

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Sie sind eine der häufigsten Ursachen für die Krankheitstage von Arbeitnehmern in Deutschland. Haus- und Fachärzten gelingt es, die Ursachen für die Rückenleiden zu erkennen: Sie versorgen ihre Patienten mit einer Schmerztherapie oder verordnen physiotherapeutische Maßnahmen.

Wenn die Rückenschmerzen aber trotz der konservativen Therapiemöglichkeiten nicht gelindert oder abgestellt werden können, kommen auch operative Verfahren in Frage. Minimalinvasive neurochirurgische Eingriffe werden in den verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule eingesetzt. So können zum Beispiel Bandscheiben ersetzt, Wirbelkörper wieder aufgerichtet oder Engstellen (Stenosen) im Wirbelkanal beseitigt werden.

In dem Vortrag werden Ursachen für Rückenschmerzen besprochen. Die Chancen und Grenzen der konservativen und operativen Behandlungsverfahren stehen im Mittelpunkt des Referats.

Referent: Facharzt Dr. Hans-Uwe Thal

Die Nieren gehören zu den wichtigen Steuerungsorganen des Menschen und sind ein wahres Multitalent. In 24 Stunden fließen ungefähr 1.800 Liter Blut durch die Nieren. Dabei entstehen ca. 180 Liter Primärharn von denen allerdings nur ungefähr zwei Liter am Tag als Urin ausgeschieden werden. So regulieren die Nieren den Flüssigkeitshaushalt und säubern das Blut von Giftstoffen. Die Nieren steuern ebenfalls über feine Regulationsmechanismen den Blutdruck. Eine weitere Funktion, die nicht jedem bekannt ist: Dank eines Hormons, welches die Niere produziert, wird die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark angeregt.

Erkrankungen der Nieren zeigen sich zum Teil nur langsam und werden daher manchmal erst spät erkannt. Bleibt eine Nierenerkrankung länger als drei Monate unbehandelt, besteht die Gefahr, dass die Nieren dauerhaft geschädigt bleiben. Im Vortrag werden die Ursachen von chronischen Nierenerkrankungen besprochen. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung von Behandlungskonzepten, die eine weitere Schwächung der Nieren vermeiden oder zumindest hinauszögern können.

Referent: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Gerold Thölking (Innere Medizin / Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie)

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Menschen. Wenn wir die Arme zum Jubeln in die Luft heben, Geschirr aus der Spülmaschine in den Schrank räumen oder Rad fahren: Das komplexe Zusammenspiel von mehreren Teilgelenken, Sehnen und Muskeln ermöglicht einen großen Bewegungsradius. Die Bewegungen selbst können dabei sehr fein gesteuert werden und die Schultern leisten Kraftübertragung von den Armen auf den Rumpf.

Schmerzen in den Schultern können die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen oder sogar unerträglich werden lassen. Die Ursachen für diese Beschwerden können durch Unfälle, Überlastung oder Verschleiß ausgelöst sein.

In seinem Vortrag gibt Oberarzt Dr. Björn Fiedler Informationen über die häufigsten Krankheitsbilder wie Schultersteife, Engpasssyndrome (Impingement), Abrisse an der Rotatorenmaschette und Bizepssehne, Instabilitäten und Arthrose sowie deren konservative und operative Behandlungsoptionen.

Referent: Oberarzt Dr. Björn Fiedler (Chirurgie / Unfallchirurgie)

Die Diagnose Krebs kann das Leben auf den Kopf stellen. Der Patient durchläuft in kurzer Zeit eine Therapie mit den verschiedensten medizinisch notwendigen Schritten. Dabei bewegt er sich nicht nur in einem fremden Umfeld (z.B. Krankenhaus), sondern muss sich mit unbekanntem Spezialwissen auseinandersetzen. Dazu kommt, dass sicher geglaubte Lebenserfahrungen in Frage gestellt werden.

Auf der Suche nach einer plausiblen Erklärung für die Erkrankung machen sich einige Patienten Selbstvorwürfe. Andere Patienten reagieren mit Angst, aber auch Wut oder Trauer auf die Diagnose. Diese Reaktionen sind eine normale Antwort auf die außergewöhnliche Belastung der Betroffenen.

Frühzeitige Angebote aus dem Bereich der Psychoonkologie können den Patienten helfen, die Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Dr. Ann-Kathrin Spellmann und Judith Hillmann (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am UKM Marienhospital Steinfurt) zeigen den Zusammenhang von Erkrankungsverlauf und psychischem Befinden auf. Sie erläutern Behandlungsansätze, die den Patienten helfen den Umgang mit ihren psychophysischen Belastungen zu bewältigen.

Im Anschluss an den Vortrag informiert Claudia Holt-Greiwe, (Dipl.-Sozialpädagogin, Psychoonkologin) über das Unterstützungsangebot der Krebsberatungsstelle Münster. Das Angebot richtet sich an Menschen die sich durch eine Krebserkrankung belastet fühlen und Fragen zu ihrer Situation haben. Es beinhaltet u.a. Information und Beratung zu Sozialleistungen sowie psychoonkologische Beratung zur Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung.

Mit einer Zunahme der Alterung der Bevölkerung kommt es auch zu einem erhöhten Auftreten von altersbedingten Frakturen. Häufig reicht dafür schon ein Sturz aus geringer Höhe, z.B. morgens beim Aufstehen aus dem Bett. Diese Frakturen werden begünstigt durch eine häufig noch nicht bekannte Osteoporose.

Im Vortrag werden zum einen häufige Frakturtypen vorgestellt. Zum anderen erfolgt eine Annäherung an das Krankheitsbild (Definition, Klassifikation, Diagnostik). Besonders Wert gelegt wird auf die Bedeutung von Risikofaktoren mit entsprechend näherer Eingrenzung und Identifikationsmöglichkeiten.

Abschließend erfolgt die Vorstellung der Maßnahmen und Therapiemöglichkeiten, z. B. Kraftaufbau und Koordinationsschulung, ernährungsspezifische Aspekte sowie Ansätze zur Sturzvermeidung. Auf medikamentöse Behandlungsansätze geht Konermann ebenfalls ein.

Referent: Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Innere Medizin / Geriatrische Frührehabilitation)

Das Herz benötigt, wie alle anderen Organe des Menschen, ständig frisches Blut und Nährstoffe. Die Herzkranzgefäße bilden ein Netz von Adern und versorgen das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen. Durch Ablagerungen in diesen Adern wird die Zufuhr mit neuer Energie eingeschränkt oder sogar unterbunden. Wenn ein Herzkranzgefäß vollständig verschlossen ist, droht ein Herzinfarkt.

Extreme Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung kann ein Anzeichen für die koronare Herzkrankheit sein. Ebenso leiden Patienten unter einer Enge oder Schmerzen in der Brust.

In dem Vortrag werden Risikofaktoren und Anzeichen der koronaren Herzkrankheit vorgestellt. Außerdem informiert der Experte über die aktuellen diagnostischen Verfahren und die Behandlungsmöglichkeiten.

Referent: Chefarzt Dr. Stefan Lange (Innere Medizin/Herz-Kreislauf-Medizin)

 
 

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