Abendvisite im Krankenhaus Steinfurt

Immer am 4. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: im großen Sitzungssaal des UKM MHS, Mauritiusstr. 5 in Steinfurt

Diabetiker müssen befürchten, dass ihre Blutgefäße und Nerven an den Beinen, aber auch Knochen und Gelenke der Füße im langfristigen Krankheitsverlauf zunehmend beeinträchtigt werden. Häufig sind dabei die Füße betroffen. Die Ärzte sprechen dann vom Diabetischen Fußsyndrom. Deformierungen, Schmerzen und chronische Wunden bis hin zum Wundbrand können auch infolge der Durchblutungsstörung entstehen. Bei zwei bis zehn Prozent der Diabetiker droht sogar eine Fuß- oder Beinamputation, wenn das diabetische Fußsyndrom nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Die Zahl der stationären Behandlungen zur Therapie von Entzündungen der Füße steigt an. Oft sind Eingriffe zur Verbesserung der Durchblutung, zur Beseitigung von Entzündungen der Knochen oder Eingriffe zur Korrektur von Deformationen erforderlich.

Vorbeugung und Erkennung von Komplikationen des Diabetes an den Extremitäten aber auf die gefäßchirurgische und orthopädischen Behandlungskonzepte sind Gegenstand des Vortrags.

Referent: Chefarzt Dr. med. Thomas Wentzler (Gefäßchirurgie)

Nach einer opulenten Mahlzeit mit fettigem Braten und süßem Nachtisch können Beschwerden im Bereich des Magens und der Speiseröhre auftreten. Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden, von dem in Deutschland etwa 20-30 Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Bis zu 10 Prozent der Erwachsenen klagen sogar über tägliches Brennen in der Kehle. Bleiben die Symptome unbeachtet, kann aus dem Brennen ein schmerzhaftes Feuer werden.

Meist liegt bei gelegentlichem Sodbrennen ein zwar lästiges, jedoch nicht krankhaftes Beschwerdebild vor. Ständig wiederkehrendes Sodbrennen kann aber ein Hinweis auf eine Refluxkrankheit sein. Dabei gelangen Magensäure und Speisebrei zurück in die Speiseröhre. Dies ist eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit.

Dieser Vortrag klärt über Entstehung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Volkskrankheit auf.

Referent: Leitender Oberarzt Dr. med. Tobias Nowacki (Innere Medizin / Gastroenterologie)

Das Knie und die Hüfte ermöglichen die vielfältigen Bewegungsabläufe der Beine. Durch Verletzungen oder durch Verschleiß kommt es nicht nur zu Bewegungseinschränkungen. Schmerzen können jeden Schritt unerträglich machen und damit die Lebensqualität erheblich reduzieren.

In dem Vortrag werden typische Krankheitsbilder des Knies und der Hüfte vorgestellt. Häufig ist der Verschleiß des Knorpels in dem Gelenk (Arthrose) die Ursache für die Schmerzen. Konservative und operative Therapieformen stehen im Mittelpunkt der Abendvisite. Unter den operativen Behandlungsverfahren stellt der Gelenkersatz (Endoprothetik) erst die letzte Therapiemöglichkeit dar.

Das UKM Marienhospital Steinfurt ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum und auf die Therapie bei Knie- und Hüftgelenkleiden spezialisiert.

Referenten: Leitende Oberärztin Dr. Andrea Pokorná und Leitender Oberarzt Hans-Ulrich Sembowski (Leiter des Endoprothetikzentrums) (Chirurgie / Endoprothetikzentrum)

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Phänomen. Schlecht einzuschlafen, nicht durchschlafen zu können oder morgens zu früh aufzuwachen sind nur einige Schlafprobleme. Der Wunsch der Betroffenen ist immer derselbe: endlich einmal wieder schnell und ohne Unterbrechung schlafen zu können.

Bis zu einem Drittel der Allgemeinbevölkerung klagt zumindest zeitweise über Ein- oder Durchschlafstörungen oder einen nicht ausreichend erholsamen Schlaf. Wenn die Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum anhalten, können sie sogar zu einem chronischen Leiden werden.

Der Vortrag zeigt auf, was gesunder Schlaf für das Wohlbefinden des Menschen bedeutet. Er gibt einen Überblick über unterschiedliche Formen und Ursachen von Schlafstörungen. Außerdem werden die Möglichkeiten und Grenzen der Vorbeugung, der medikamentösen und sonstigen Behandlungsformen besprochen.

Referent: Chefarzt Dr. Matthias Heyng (Psychosomatik und Psychotherapie)

Mit 26 Knochen, 27 Gelenken, 32 Muskeln und Sehnen sowie 107 Bändern gehört der Fuß eines Menschen zu den komplexesten Körperteilen. Dank ihrer Architektur ermöglichen die Füße eine aufrechte Körperhaltung. Bei jedem Schritt federn sie nicht nur das Körpergewicht ab, sondern ermöglichen eine Vielzahl unterschiedlicher Bewegungen wie Gehen, Springen und Tanzen.

Ungeeignetes Schuhwerk, aber auch erbliche Veranlagung kann dazu führen, dass die Füße sich im Laufe des Lebens so verändern, dass jeder Schritt schmerzt. Fast die Hälfte der Deutschen leidet unter Fußproblemen. Ballenzeh, Hammerzeh, Fersensporn, Schneiderballen oder Knickfuß sind einige Bespiele für Erkrankungen der Füße. Sie alle schränken die Mobilität ein und sollten deshalb behandelt werden.

Oberärztin Dr. Nicola Pöppelmann erklärt die Ursachen für die Entstehung von Erkrankungen der Füße. Im Vortrag geht sie auf ausgewählte Krankheitsbilder ein und informiert über verschiedene Behandlungsverfahren. Wenn konservative Therapien keinen Erfolg bringen, kommen operative Maßnahmen in Frage, um Fußfehlstellungen zu beseitigen.

Referent: Oberärztin Dr. med. Nicola Pöppelmann (Chirugie / Muskuloskelettaler Bereich / Unfallchirurgie)

In Deutschland leidet annähernd die Hälfte der Bevölkerung an erhöhtem Blutdruck (arterieller Hypertonie). Erhöhter Blutdruck gehört jedoch zu den wesentlichen Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall und sollte deshalb rechtzeitig behandelt werden. Die Symptome der Hypertonie werden oft erst spät erkannt. Deshalb weiß eine große Gruppe der Betroffenen nichts von der eigenen Erkrankung. Eine andere Gruppe von Betroffenen wird sogar unzureichend behandelt. Gerade der arbeitende Teil der Bevölkerung leidet besonders häufig unter der Hypertonie. Das Risiko an erhöhtem Blutdruck zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

Nicht nur medikamentös gibt es zahlreiche Möglichkeiten etwas gegen erhöhten Blutdruck zu tun. Priv.-Doz. Dr. med. Gerold Thölking erläutert, welche Maßnahmen Sie selbst gegen die Hypertonie ergreifen können und welche Medikamente vorteilhaft sind.

Referent: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Gerold Tölking (Innere Medizin / Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie)

Patienten, die an Schwindel leiden, berichten von beängstigenden Situationen: Sie haben den Eindruck, dass „der Boden schwankt“, „sich alles dreht“ oder dass sie zur Seite fallen. Die Betroffenen können sich dann nicht mehr unbefangen im Raum bewegen. Für sie steigt das Sturzrisiko um das bis zu Zwölffache. Die Altersmedizin unterscheidet zwei Gruppen: Altersschwindel und Schwindel im Alter. Der Altersschwindel kann durch eine Summierung altersphysiologischer Veränderungen in den informationsverarbeitenden Strukturen, durch Multimorbidität oder als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen. Er wird oft ungenau beschrieben und häufig als Schwankschwindel bezeichnet. In Abgrenzung dazu steht der Schwindel im Alter. Die Beschwerden werden meist exakter beschrieben und der Ursache kann genau auf den Grund gegangen werden.

Im Vortrag werden beide Gruppen erläutert. Was ist ein gutartiger Lagerungsschwindel? Wann ist der Schwindel ein Notfall? Die diagnostischen Möglichkeiten und Therapieverfahren aus den verschiedenen medizinischen Disziplinen ergänzen sich zu einem abgestimmten Behandlungskonzept. Die Patienten sollen nicht nur Selbstvertrauen gewinnen. Vielmehr sollen ihnen Möglichkeiten aufgezeigt werden ihre Haltungs- und Gleichgewichtskontrolle verbessern.

Referent: Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Innere Medizin / Geriatrische frührehabilitation)

Immer mehr Menschen verfassen eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht. Sie treffen damit Vorsorge für den Fall, dass sie nach einem Unfall oder im Laufe einer Erkrankung ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. In ihrer Patientenverfügung halten sie Behandlungswünsche zu Therapien und Maßnahmen fest. Die Vorsorgevollmacht regelt, wer die Interessen des Erkrankten vertreten darf. Doch sind die Betroffenen damit für jeden Ernstfall gewappnet?

Im klinischen Alltag kommt es in der modernen Medizin dennoch immer wieder zu Situationen, die Patienten, Angehörige und das Behandlungsteam vor ethische Fragen oder Konflikte stellen. So kann die Patientenverfügung beispielsweise zu ungenau formuliert sein. Anhand von klinischen Fallbeispielen wird Chefarzt Dr. Krabbe (Vorsitzender des Ethik-Komitees am UKM Marienhospital Steinfurt) häufige Probleme thematisieren. Er stellt ein Verfahren vor, in dessen Rahmen die Angehörigen und das Behandlungsteam vertrauensvoll klären, wie die Wünsche des Betroffenen am besten umgesetzt werden können. Im Vortrag wird geklärt: Wann macht eine Patientenverfügung Sinn? Wer braucht eine Vorsorgevollmacht?

Referent: Chefarzt Dr. Bernd Krabbe (Innere Medizin / Herz-Kreislauf-Medizin)

Das genaue Thema wird noch bekannt gegeben.

 
 

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