Abendvisite in Emsdetten

Immer an einem Donnerstag um 19.00 Uhr in Emsdetten

Veranstaltungsort: Gesundheitscampus Emsdetten, Marienstraße 45 in Emsdetten

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

In den Blutgefäßen wird das Blut durch den menschlichen Körper transportiert. Der Abschnitt der Hauptschlagader, der die Bauchhöhle durchläuft, wird Bauchschlagader bezeichnet. Als eine der gefährlichsten Erkrankungen gilt die Erweiterung oder Aussackung (Aneurysma) der Gefäßwand der Bauchaorta. Häufig wird ein Aneurysma nur zufällig entdeckt, weil es keine Beschwerden verursacht. Wenn es aber reißt, kommt es zu einer lebensbedrohlichen Blutung in den Bauchraum.

Im Vortrag kommen Hauptursachen und Risikofaktoren für diese spezielle Gefäßerkrankung im Bauchraum zur Sprache. Früherkennung und Behandlung der Erkrankung werden erläutert. Die Möglichkeiten der Gefäßchirurgie, die Durchblutungsstörung mithilfe von Bypässen und Kathetern zu behandeln, werden aufgezeigt.

Referent: Chefarzt Dr. med. Thomas Wentzler (Gefäßchirurgie)

Die Angst warnt uns im täglichen Leben vor Risiken. Sie beeinflusst unser Denken und Handeln vielfältig. In plötzlich auftretenden Angstsituationen fühlt man sich ausgeliefert und in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Eine längere Lebenskrise, die durch eine Krankheit, den Verlust eines Angehörigen oder eine Trennung ausgelöst ist, ist ebenfalls von Ängsten begleitet: Lieb gewonnene Gewohnheiten fehlen oder das Selbstvertrauen ist erschüttert. So vielfältig die Auslöser der als bedrohlich empfundenen Situation sein können, so unterschiedlich sind die Wege, die Angst zu bewältigen.

Wird das tägliche Leben jedoch von Ängsten bestimmt, so kann eine behandlungsbedürftige Angststörung vorliegen. Die Betroffenen erkennen die Wege aus der Angst nicht mehr.

Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Formen von Ängsten, unterscheidet für das Leben notwendige von krankhaften Ängsten und zeigt Wege im Umgang mit Angst sowie therapeutische Möglichkeiten auf.

Referent: Chefarzt Dr. med. Matthias Heyng (Psychosomatische Medizin)

Mit dem Alter verändert sich auch der Schlaf: Senioren schlafen weniger tief. Schon kleine Störungen reichen aus, um den Schlaf zu unterbrechen. Die Betroffenen fühlen sich weniger fit und ausgeruht.

Leidet der Patient im höheren Lebensalter zusätzlich unter verschiedenen Krankheiten (Multimorbidität), insbesondere an einer Demenz, oder ist pflegebedürftig, so ist die Abklärung der Ursachen für die Schlafstörung und deren Behandlung vor besondere Herausforderungen gestellt.

Die Arzneimitteltherapie zur Bewältigung von Schlafstörungen scheint schnelle Abhilfe zu leisten. Doch sie birgt auch Gefahren, wenn zum Beispiel das Zusammenwirken mit anderen Medikamenten nicht berücksichtigt wird.

Der Vortrag klärt darüber auf, welche alterstypischen Veränderungen des Organismus den Schlaf verändern. Der Einfluss von Umgebungsfaktoren (Pflegebedürftigkeit und Heimunterbringung), Multimorbidität und die gleichzeitige Einnahme unterschiedlicher Medikamente werden erörtert. Die Chancen und Risiken des Einsatzes von Schlafmitteln stehen im Mittelpunkt des Vortrages.

Referent: Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Innere Medizin/ Geriatrische Frührehabilitation)

Das Herz eines Erwachsenen schlägt 60 bis 100 Mal pro Minute. Am Puls oberhalb des Handgelenks lässt sich dieser Schlag am einfachsten fühlen. Die Frequenz des Herzschlages ist während der Schlafphasen niedriger und bei Belastung höher. Für jede Situation angemessen, wird dank des Herzschlages das Blut in der richtigen Geschwindigkeit durch den Körper gepumpt.

Bei Herzrhythmusstörungen gelangt das Blut nicht mehr in der richtigen Geschwindigkeit in den Organismus. Als Anzeichen für diese Erkrankung gelten zum Beispiel Herzstolpern oder Herzrasen, aber auch Atemnot und Brustschmerzen. Den Ursachen für eine Herzrhythmusstörung solltze ein Arzt auf den Grund gehen. Es muss geklärt werden, ob das Herz selbst an einer Erkrankung leidet, oder eine andere Erkrankung die Herzrhythmusstörungen ausgelöst hat.

Im Vortrag werden verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen vorgestellt. Die Untersuchungsmöglichkeiten und die Behandlungsverfahren stehen im Mittelpunkt.

Referent: Chefarzt Dr. Stefan Lange (Innere Medizin / Herz-Kreislauf-Medizin)

Die Nieren gehören zu den wichtigen Steuerungsorganen des Menschen und sind ein wahres Multitalent. In 24 Stunden fließen ungefähr 1.800 Liter Blut durch die Nieren. Dabei entstehen ca. 180 Liter Primärharn von denen allerdings nur ungefähr zwei Liter am Tag als Urin ausgeschieden werden. So regulieren die Nieren den Flüssigkeitshaushalt und säubern das Blut von Giftstoffen. Die Nieren steuern ebenfalls über feine Regulationsmechanismen den Blutdruck. Eine weitere Funktion, die nicht jedem bekannt ist: Dank eines Hormons, welches die Niere produziert, wird die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark angeregt.

Erkrankungen der Nieren zeigen sich zum Teil nur langsam und werden daher manchmal erst spät erkannt. Bleibt eine Nierenerkrankung länger als drei Monate unbehandelt, besteht die Gefahr, dass die Nieren dauerhaft geschädigt bleiben. Im Vortrag werden die Ursachen von chronischen Nierenerkrankungen besprochen. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung von Behandlungskonzepten, die eine weitere Schwächung der Nieren vermeiden oder zumindest hinauszögern können.

Referent: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Gerold Thölking (Innere Medizin / Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie)

Übergewicht gehört heute zu den bedeutenden Risikofaktoren bei der Entstehung zahlreicher Krankheiten. Neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann das Übergewicht auch das persönliche Lebensgefühl negativ beeinflussen.

Obschon das weitgehend bekannt ist und man sich schon oft ohne bleibenden Erfolg auf den Weg gemacht hat, das Gewicht dauerhaft zu reduzieren, gehört das Gewichtsproblem bei vielen Menschen nach wie vor zu einem Kampfthema. Woran liegt das?

Der Vortrag benennt die Einflussfaktoren, die in unserer Gesellschaft zum Übergewicht führen und stellt die Frage, was in diesem Zusammenhang eine Diät leisten kann.

Was ist von welcher Diät zu halten? Welche Gefahren können in Diäten stecken? Neben diesen Fragen wird die Referentin einige Empfehlungen für ein gelungenes „Gewichtsmanagement“ geben.

Referentin: Elke Meis-Möllenkotte, Dipl.-Oecotrophologin und Ernährungsberaterin bei der AOK NORDWEST

Jederzeit können wir in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen. Dazu gehört als erstes, den Notruf 112 zu wählen. Doch bis der Rettungswagen eingetroffen ist, können wir dem Betroffenen helfen.

Viele Ersthelfer berichten, dass sie zunächst unsicher und ängstlich waren. Doch dann haben sie begonnen, die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Helfer mit einfachen Maßnahmen zu nutzen. Dazu gehört, den Betroffenen anzusprechen und Vertrauen zu gewinnen.

Dr. Markus Eichler informiert über die Möglichkeiten der Ersthilfe. Er vermittelt praktische Fähigkeiten, um Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Den Teilnehmern wird Gelegenheit zu Fragen und praktischen Übungen gegeben, damit sie sicher im Notfall sind.

Referent: Chefarzt Dr. Markus Eichler (Interdisziplinäre Notfallmedizin)

Aufstehen für die Gesundheit ist der Ausweg, um Krankheiten wie Krebs oder Herzerkrankungen vorzubeugen. Lange Sitzen: das machen Millionen Menschen auf der ganzen Welt, tagein, tagaus. Jedoch kann Sitzen das Krankheits- und Sterberisiko deutlich erhöhen, ja, langes Sitzen ohne ausreichenden Ausgleich und Bewegung wird sogar das „neue Rauchen“ genannt. Der AOK-Referent informiert wie jeder, egal ob alt oder jung, Bewegung in seinen Alltag integrieren kann, um dem Risiko krank zu werden zu begegnen. Insbesondere geht Daniel Schnieders auch auf die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu ein.

Referent: Daniel Schnieders, Sportwissenschaftler M.A. AOK-Spezialist Fachgebiet Bewegung

Ist eine Wunde nach acht bis zwölf Wochen nicht abgeheilt, wird sie als chronische Wunde bezeichnet. Am häufigsten sind die Füße oder Unterschenkel betroffen. Über 800.000 Menschen leiden in Deutschland an chronischen Wunden. Neben den Einschränkungen in der Lebensqualität ist es der pflegerische und medizinische Aufwand, der die mitunter jahrelangen Krankheitsverläufe prägt. Eine Abklärung der genauen Ursache für die Wunden kann helfen, den Krankheitsverlauf zu verbessern und die Wunde zur Abheilung zu bringen. Im besten Fall kann so die Entstehung von chronischen Wunden sogar verhindert werden.

Durchblutungsstörungen können ein Grund für die schlecht heilenden Hautstellen sein. Dabei spielen nicht nur Arterien, sondern auch Venen und das Lymphsystem eine Rolle. Im Vortrag werden die verschiedenen Ursachen für chronische Wunden erläutert, denn der Therapieerfolg hängt von der Behandlung der Grunderkrankung ab. Außerdem werden die unterschiedlichen Therapien von chronischen Wunden dargestellt und ein modernes Wundmanagement besprochen.

Referent: Chefarzt Dr. Bernd Krabbe (Innere Medizin / Herz-Kreislauf-Medizin)

Wer Opfer von schweren Verletzungen, Bedrohungen, von Gewalt, Krieg oder Terror geworden ist, kann an diesen Erfahrungen auch seelisch leiden. Traumatische Ereignisse werden als überwältigend erlebt und konfrontieren mit Sterbens-und Todesangst. Dies kann ebenfalls bei Unfällen oder Naturkatastrophen passiert sein. Als Auslöser kommen auch (sexuelle) Übergriffe, Kriminalität sowie Krankheiten und Sterbefälle in Frage. Nicht nur die Opfer selbst, sondern auch Zeugen solcher Erfahrungen und Ereignisse können traumatisiert sein.

Welche Auswirkungen haben Traumaerfahrungen auf das weitere Leben? An welchen Symptomen erkenne ich eine Traumafolgestörung? Im Vortrag werden verschiedene psychische Störungsbilder vorgestellt. Dazu gehört zum Beispiel die Posttraumatische Belastungsstörung. Erklärungsansätze und Therapiemöglichkeiten stehen im Mittelpunkt.

Referentin: Oberärztin Claudia ten Hagen (Psychosomatik und Psychotherapie) 

 
 

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