Abendvisite in Emsdetten

Immer an einem Donnerstag um 19.00 Uhr in Emsdetten

Veranstaltungsort: Gesundheitscampus Emsdetten, Marienstraße 45 in Emsdetten

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Diabetiker müssen befürchten, dass ihre Blutgefäße und Nerven an den Beinen, aber auch Knochen und Gelenke der Füße im langfristigen Krankheitsverlauf zunehmend beeinträchtigt werden. Häufig sind dabei die Füße betroffen. Die Ärzte sprechen dann vom Diabetischen Fußsyndrom. Deformierungen, Schmerzen und chronische Wunden bis hin zum Wundbrand können auch infolge der Durchblutungsstörung entstehen. Bei 2-10 % der Diabetiker droht sogar eine Fuß- oder Beinamputation, wenn das diabetische Fußsyndrom nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Die Zahl der stationären Behandlungen zur Therapie von Entzündungen der Füße steigt an. Oft sind Eingriffe zur Verbesserung der Durchblutung, zur Beseitigung von Entzündungen der Knochen oder Eingriffe zur Korrektur von Deformationen erforderlich.

Vorbeugung und Erkennung von Komplikationen des Diabetes an den Extremitäten aber auf die gefäßchirurgische und orthopädischen Behandlungskonzepte sind Gegenstand des Vortrags.

Referent: Chefarzt Dr. med. Thomas Wentzler (Gefäßchirurgie)

Das Knie und die Hüfte ermöglichen die vielfältigen Bewegungsabläufe der Beine. Durch Verletzungen oder durch Verschleiß kommt es nicht nur zu Bewegungseinschränkungen. Schmerzen können jeden Schritt unerträglich machen und damit die Lebensqualität erheblich reduzieren.

In dem Vortrag werden typische Krankheitsbilder des Knies und der Hüfte vorgestellt. Häufig ist der Verschleiß des Knorpels in dem Gelenk (Arthrose) die Ursache für die Schmerzen. Konservative und operative Therapieformen stehen im Mittelpunkt der Abendvisite. Unter den operativen Behandlungsverfahren stellt der Gelenkersatz (Endoprothetik) erst die letzte Therapiemöglichkeit dar.

Das UKM Marienhospital Steinfurt ist auf die Therapie bei Knie- und Hüftgelenkleiden spezialisiert.

Referenten: Leitende Oberärztin Dr. Andrea Pokorná und Leitender Oberarzt Hans-Ulrich Sembowski (Leiter des Endoprothetikzentrums)

Immer mehr Menschen verfassen eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht. Sie treffen damit Vorsorge für den Fall, dass sie nach einem Unfall oder im Laufe einer Erkrankung ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. In ihrer Patientenverfügung halten sie Behandlungswünsche zu Therapien und Maßnahmen fest. Die Vorsorgevollmacht regelt, wer die Interessen des Erkrankten vertreten darf. Doch sind die Betroffenen damit für jeden Ernstfall gewappnet?

Im klinischen Alltag kommt es in der modernen Medizin dennoch immer wieder zu Situationen, die Patienten, Angehörige und das Behandlungsteam vor ethische Fragen oder Konflikte stellen. So kann die Patientenverfügung beispielsweise zu ungenau formuliert sein. Anhand von klinischen Fallbeispielen wird Chefarzt Dr. Krabbe (Vorsitzender des Ethik-Komitees am UKM Marienhospital Steinfurt) häufige Probleme thematisieren. Er stellt ein Verfahren vor, in dessen Rahmen die Angehörigen und das Behandlungsteam vertrauensvoll klären, wie die Wünsche des Betroffenen am besten umgesetzt werden können. Im Vortrag wird geklärt: Wann macht eine Patientenverfügung Sinn? Wer braucht eine Vorsorgevollmacht?

Referent: Chefarzt Dr. Bernd Krabbe (Innere Medizin / Herz-Kreislauf-Medizin)

Mit 26 Knochen, 27 Gelenken, 32 Muskeln und Sehnen sowie 107 Bändern gehört der Fuß eines Menschen zu den komplexesten Körperteilen. Dank ihrer Architektur ermöglichen die Füße eine aufrechte Körperhaltung. Bei jedem Schritt federn sie nicht nur das Körpergewicht ab, sondern ermöglichen eine Vielzahl unterschiedlicher Bewegungen wie Gehen, Springen und Tanzen.

Ungeeignetes Schuhwerk, aber auch erbliche Veranlagung kann dazu führen, dass die Füße sich im Laufe des Lebens so verändern, dass jeder Schritt schmerzt. Fast die Hälfte der Deutschen leidet unter Fußproblemen. Ballenzeh, Hammerzeh, Fersensporn, Schneiderballen oder Knickfuß sind einige Bespiele für Erkrankungen der Füße. Sie alle schränken die Mobilität ein und sollten deshalb behandelt werden.

Oberärztin Dr. Nicola Pöppelmann erklärt die Ursachen für die Entstehung von Erkrankungen der Füße. Im Vortrag geht sie auf ausgewählte Krankheitsbilder ein und informiert über verschiedene Behandlungsverfahren. Wenn konservative Therapien keinen Erfolg bringen, kommen operative Maßnahmen in Frage, um Fußfehlstellungen zu beseitigen.

Referentin: Oberärztin Dr. med. Nicola Pöppelmann (Chirugie / Muskuloskelettaler Bereich / Unfallchirurgie)

Patienten, die an Schwindel leiden, berichten von beängstigenden Situationen: Sie haben den Eindruck, dass „der Boden schwankt", „sich alles dreht" oder dass sie zur Seite fallen. Die Betroffenen können sich dann nicht mehr unbefangen im Raum bewegen. Für sie steigt das Sturzrisiko um das bis zu Zwölffache. Die Altersmedizin unterscheidet zwei Gruppen: Altersschwindel und Schwindel im Alter. Der Altersschwindel kann durch eine Summierung altersphysiologischer Veränderungen in den informationsverarbeitenden Strukturen, durch Multimorbidität oder als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen. Er wird oft ungenau beschrieben und häufig als Schwankschwindel bezeichnet. In Abgrenzung dazu steht der Schwindel im Alter. Die Beschwerden werden meist exakter beschrieben und der Ursache kann genau auf den Grund gegangen werden.

Im Vortrag werden beide Gruppen erläutert. Was ist ein gutartiger Lagerungsschwindel? Wann ist der Schwindel ein Notfall? Die diagnostischen Möglichkeiten und Therapieverfahren aus den verschiedenen medizinischen Disziplinen ergänzen sich zu einem abgestimmten Behandlungskonzept. Die Patienten sollen nicht nur Selbstvertrauen gewinnen. Vielmehr sollen ihnen Möglichkeiten aufgezeigt werden ihre Haltungs- und Gleichgewichtskontrolle verbessern.

Referent: Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Innere Medizin / Geriatrische Frührehabilitation)

In Deutschland leidet annähernd die Hälfte der Bevölkerung an erhöhtem Blutdruck (arterieller Hypertonie). Erhöhter Blutdruck gehört jedoch zu den wesentlichen Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall und sollte deshalb rechtzeitig behandelt werden. Die Symptome der Hypertonie werden oft erst spät erkannt. Deshalb weiß eine große Gruppe der Betroffenen nichts von der eigenen Erkrankung. Eine andere Gruppe von Betroffenen wird sogar unzureichend behandelt. Gerade der arbeitende Teil der Bevölkerung leidet besonders häufig unter der Hypertonie. Das Risiko an erhöhtem Blutdruck zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

Nicht nur medikamentös gibt es zahlreiche Möglichkeiten etwas gegen erhöhten Blutdruck zu tun. Priv.-Doz. Dr. med. Gerold Thölking erläutert, welche Maßnahmen Sie selbst gegen die Hypertonie ergreifen können und welche Medikamente vorteilhaft sind.

Diäten stecken? Neben diesen Fragen wird die Referentin einige Empfehlungen für ein gelungenes „Gewichtsmanagement“ geben.

Referent: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Gerold Thölking (Innere Medizin / Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie)

In seinem interaktiven Vortrag erläutert AOK-Sportwissenschaftler, Frank Papesch, wie das menschliche Gehirn arbeitet, lernt und altert. In einem kurzen Praxisteil werden gemeinsam neue Gehirnzellen „gebaut“. Anschließend wird erklärt, wie man im Alter geistig fit bleiben und einer Demenzerkrankung vorbeugen kann.

Referent: Frank Papesch, AOK-Sportwissenschaftler

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Menschen. Wenn wir die Arme zum Jubeln in die Luft heben, Geschirr aus der Spülmaschine in den Schrank räumen oder Rad fahren: Das komplexe Zusammenspiel von mehreren Teilgelenken, Sehnen und Muskeln ermöglicht einen großen Bewegungsradius. Die Bewegungen selbst können dabei sehr fein gesteuert werden und die Schultern leisten Kraftübertragung von den Armen auf den Rumpf.

Schmerzen in den Schultern können die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen oder sogar unerträglich werden lassen. Die Ursachen für diese Beschwerden können durch Unfälle, Überlastung oder Verschleiß ausgelöst sein.

In seinem Vortrag gibt Oberarzt Dr. Björn Fiedler (Klinik für Chirurgie, muskuloskelettaler Bereich des UKM Marienhospitals Steinfurt) Informationen über die häufigsten Krankheitsbilder wie Schultersteife, Engpasssyndrome (Impingement), Abrisse an der Rotatorenmaschette und Bizepssehne, Instabilitäten und Arthrose sowie deren konservative und operative Behandlungsoptionen.

Referent: Oberarzt Dr. Björn Fiedler (Chirurgie / Unfallchirurgie)

Obwohl eine zunehmende Zahl depressiver Störungen durch wissenschaftliche Studien bisher nicht belegt wurde, rückt das Thema Depression immer mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Welche Rolle spielen soziale Faktoren, Umwelteinflüsse, genetische Faktoren? Wie wirken sich Arbeitswelt auf unser seelisches Gleichgewicht aus? Was haben depressive Störungen mit Burnout gemeinsam, wodurch unterscheiden sie sich?

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Erkenntnisse und bietet Raum zur Diskussion über die „Volkskrankheit Depression“.

Referent: Chefarzt Dr. med. Matthias Heyng (Psychosomatik)

In einer Zeit, in der die Herausforderungen im Berufs- und Privatleben immer größer werden, in der die Menschen immer mehr in immer weniger Zeit erledigen müssen und durch Handys ständig erreichbar sind, ist es umso wichtiger, auf eine gesunde Selbstfürsorge zu achten, Es geht darum, körperlich, aber vor allem auch psychisch gesund zu bleiben. Jeder hat es selbst in der Hand, an seinem Leben etwas zu verändern – sofern er es auch will. Wenn nicht jetzt, wann dann? Heute ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Warum nicht ab heute mit mehr Gesundheit und Lebensfreude zu mehr Lebensqualität gelangen?

Referentin: Martina Schumacher, Gesundheitspräventologin und Trainerin für Psychosoziale Gesundheit (AOK)

 
 

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