„Wir halten das Rad am Laufen“

In der Serie „Hinter den Kulissen“ stellen wir diesmal die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) des UKM Marienhospital Steinfurt vor.

 „Nur mit fachgerecht aufbereiteten Medizinprodukten ist die erfolgreiche Behandlung der Patienten im Krankenhaus sichergestellt“, sagt Konstanze Warnke, Teamleiterin der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) am UKM-MHS. Mit ihrem achtköpfigen Team sichert sie die gleichbleibende Qualität der Medizinprodukte durch eindeutig definierte Arbeitsprozesse und ständige Kontrolle der eingesetzten Reinigungs- und Sterilisationsverfahren. Für Warnke ist klar: „Die AEMP ist einer der zentralen Bereiche des Krankenhauses.“

Die AEMP besteht aus zwei verschiedenen Bereichen. Im ersten Bereich, der „unreinen Seite“, kommen die gebrauchten Medizinprodukte aus dem OP an und werden gereinigt. Konstanze Warnke hat gerade einen Siebcontainer geöffnet, der gebraucht aus dem OP angeliefert wurde. Je nach Eingriff, den die Ärzte vornehmen, ist definiert, welche Instrumente zu einem Siebcontainer gehören. Warnke nimmt das Sieb und legt es zur Vorreinigung in ein großes Reinigungsbad. Mittels Ultraschall werden kleinste Vibrationen erzeugt, um grobe Verunreinigungen zu lösen. Danach kommt das Sieb in eine der vier Reinigungs- & Desinfektionsgeräte (RDG). Ein Reinigungs- und Desinfektionsdurchgang dauert ca. 80 Minuten. In der AEMP wird sowohl für die Reinigung der Instrumente als auch für die Sterilisation ausschließlich vollentsalztes Wasser verwendet. „Die Inhaltsstoffe des normalen Wassers können nicht nur das Aussehen der Instrumente beeinflussen, sondern auch deren Lebensdauer“, weiß Konstanze Warnke.

Auf der „reinen Seite“, dem zweiten Bereich der AEMP, meldet die RDG, wenn die Reinigung und Desinfektion der Siebe abgeschlossen ist. Nach dem Abkühlen wird der Spülvorgang visuell kontrolliert und überprüft, ob die erforderlichen Prozessparameter, wie Temperatur und Zeitdauer eingehalten wurden. Dann geht es mit einer zum Teil akribischen Handarbeit weiter. Die Siebe werden für den für den erneuten Gebrauch im OP aufbereitet. Die Arbeitsplätze sind mit großen Lupenlampen ausgestattet, um jedes einzelne Instrument nach Verunreinigungen, aber auch nach Veränderungen der Oberfläche und möglichen Schäden zu untersuchen. Auf einem Bildschirm ist zu sehen, wie das Sieb genau gepackt werden soll. Konstanze Warnke sagt: „Selbst die Plätze für die einzelnen Instrumente sind genau festgelegt.“ Wenn das Sieb fertig gestellt ist, wird der Container mit einem Deckel verschlossen und verplombt.

Dann folgt der letzte Arbeitsgang, die 60-minütige Dampfsterilisation in einem gasdicht verschließbaren Druckbehälter (Autoklav). Am Ende haben wir durch die Kombination der Sterilisationsparameter Temperatur, Druck und Zeit eine Reduktion der Mikroorganismen um eine 6-stellige Zehnerpotenz erreicht“, erklärt Konstanze Warnke. Nach dem Abkühlen der frisch sterilisierten Siebcontainer prüft sie, ob die Prozessparameter tatsächlich eingehalten wurden. Sie überzeugt sich außerdem davon, dass die Verpackungen weiterhin intakt sind. Dann gibt sie die Siebcontainer zur Auslieferung an den OP frei. Warnke sagt: „Wir halten das Rad am Laufen.“

Bild: In der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) des UKM Marienhospital Steinfurt arbeitet Konstanze Warnke. Gemeinsam mit ihrem Team versorgt sie das Krankenhaus mit einwandfreien medizinischen Instrumenten.

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