Von der Vorsorge zur Operation und Nachbehandlung

Zertifiziertes Darmzentrum am UKM Marienhospital Steinfurt

Steinfurt. Die Thematik Darmkrebs ist für fast jeden Betroffenen schwer zu fassen – und noch viel zu oft ein Tabu. Es beruhigt, wenn man genau weiß, wie eine Untersuchung und mögliche Weiterbehandlung bei einer Darmkrebsdiagnose aussieht. „Wir möchten, dass sich die Patienten in unserem zertifizierten Darmzentrum sicher und gut aufgehoben fühlen“, sagt Dr. Reiner Schürmann. Der Chefarzt für Viszeralchirurgie beschreibt ein typisches Beispiel, wie es von der Untersuchung zur Diagnose und möglicherweise zur OP mit Nachbehandlung kommt.

Die Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der Patient durch Medikamente schlafen kann und die damit völlig schmerzfrei ist, ist bei Darmkrebs die Untersuchungsmethode der Wahl. Schürmann: „Wenn dort ein Tumor, also eine gut oder bösartige Neubildung auffällt, kann dieser gleichzeitig abgetragen oder eine Gewebeprobe entnommen werden. Bei größeren Befunden wird der Viszeralchirurg zur Untersuchung und Beratung hinzugezogen, der Patient im Anschluss behutsam und verständlich über den Befund und die weiter erforderlichen Maßnahmen aufgeklärt.“ Nach Erhalt der Gewebeuntersuchung wird im Falle der Bösartigkeit der Fall in der Tumorkonferenz besprochen. „Viele Experten, unter anderem zusätzlich ein Onkologe, Strahlentherapeut, Radiologe und Pathologe beraten hier interdisziplinär über die ideale Behandlungsmethode“, informiert Schürmann, der Leiter des vom TÜV und von der deutschen Gesellschaft für Krebs zertifizierten Darmzentrums am UKM Marienhospital Steinfurt ist.

Entscheidend für die Heilung einer Dickdarmkrebserkrankung ist die fachgerechte Operation, die heute häufig minimalinvasiv durchgeführt wird. Nach der OP und Vorliegen des Ergebnisses der Gewebeuntersuchung berät erneut die Tumorkonferenz, um eine Empfehlung für die Nachsorge oder eine evtl. Chemo- oder auch Strahlentherapie zu geben. „Die Kompetenz der unterschiedlichen Fachdisziplinen sorgt dafür, dass unsere Patienten die beste Therapie nach aktuellem Stand der Wissenschaft erhalten.“ Eine gute, regelmäßige Nachsorge gemäß einem ausgehändigten Nachsorgepass sichert die notwendigen Nachuntersuchungen. Zusätzlich informiert das Team des Darmzentrums die Patienten und den Hausarzt über Nachsorgetermine.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Darmkrebs ist in Deutschland zwar die zweithäufigste Krebserkrankung, in 90 Prozent der Fälle aber heilbar, wenn er früh erkannt wird. Eine Behandlung in einem zertifizierten Zentrum sichert die beste Behandlung. Daher richtet Dr. Reiner Schürmann einen Appell an jeden: „Bitte vernachlässigen Sie auch in der Pandemie nicht die Darmkrebsvorsorge. Suchen Sie spätestens bei ersten Beschwerden, wie beispielsweise Stuhlunregelmäßigkeiten, Ihren Hausarzt auf oder vereinbaren einen Termin zur Darmspiegelung.“

Foto (UKM MHS): Chefarzt Dr. Reiner Schürmann (rechts), Leiter des zertifizierten Darmzentrums am UKM Marienhospital Steinfurt, mit Dr. Klaus Waltermann, dem Chefarzt Innere Medizin/Gastroenterologie.

Hinweis: Dieses Foto entstand vor der Corona-Pandemie.

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