Schneller auf den Beinen dank schonender Narkose

Carmen Böhme aus Rheine entscheidet sich für Teilnarkose.

Nachmittag am UKM Marienhospital Steinfurt: gleich kommt eine Servicemitarbeiterin mit dem Kaffee in das Patientenzimmer von Carmen Böhme. Einen Tag nach ihrer Hüftoperation im Endoprothetikzentrum am UKM Marienhospital Steinfurt sitzt sie bereits auf der Bettkante. Eine Krankenpflegerin hat ihr dabei geholfen, denn das Hüftgelenk darf noch nicht komplett belastet werden. Jetzt trinkt Carmen Böhme ihren Kaffee. „Alle sind so freundlich zu mir“, sagt Carmen Böhme. Auch die ersten Gehversuche hat sie bereits hinter sich. Eine Physiotherapeutin hat ihr gezeigt, wie sie sich mit Gehhilfen im Zimmer bewegen kann, ohne das künstliche Gelenk zu belasten.

Zum Alltag von Carmen Böhme gehört Bewegung. Mehrmals in der Woche macht sie Sport. Doch seit drei Jahren leidet sie an Schmerzen in der Hüfte. „Ich halte viel aus“, sagt Böhme, „doch zum Schluss konnte ich keinen Sport mehr machen.“ Deshalb hat sie sich für eine Operation mit Gelenkersatz entschieden.

Ihre größte Sorge galt jedoch der Narkose. Böhme sagt: „Bei der letzten Operation habe ich die Vollnarkose nicht vertragen.“ Die Nachwirkungen der Narkose, wie zum Beispiel Schluckbeschwerden haben sie längere Zeit stark beeinträchtigt. Ausführlich hat Böhme ihre damaligen Beschwerden den Anästhesisten im UKM Marienhospital Steinfurt geschildert. Dr. Holger Janssen ist seit Januar Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Marienhospital in Steinfurt. Er sagt: „Mit einer Narkose möchten wir den Patienten in einen schlafähnlichen Zustand versetzen und in erster Linie sein Schmerzempfinden während der Operation ausschalten.“ Dafür können verschiedene Therapieverfahren kombiniert werden. Dr. Janssen setzt verstärkt auf Regionalanästhesieverfahren (Teilnarkosen) als Alternative zur Vollnarkose. Deshalb hat Dr. Janssen seiner Patientin den Einsatz einer Spinalanästhesie vorgeschlagen: Nach einer örtlichen Betäubung wird im Bereich der Lendenwirbelsäule mit einer dünnen Nadel ein Lokalanästhetikum in den Raum, der das Rückenmark umgibt, gespritzt. „So können im Beckenbereich und an den Beinen operative Eingriffe schmerzfrei vorgenommen werden“, sagt Janssen. Dank einer Teilnarkose sind Patienten schneller wieder mobil und der Organismus wird weniger belastet. Auf Wunsch von Carmen Böhme wurde sie mit einem weiteren Medikament in einen schlafähnlichen Zustand versetzt. Janssen sagt: „Natürlich ist auch möglich auf den zusätzlichen Schlaf zu verzichten und z. B. Musik zu hören. Das entscheiden wir gemeinsam mit unseren Patienten.“

Nach dem Eingriff war Carmen Böhme sehr schnell wieder fit. Sie sagt: „Ich konnte schon im Aufwachraum merken, wie das Gefühl langsam in die Beine zurückkam.“ Über den Verlauf ihrer Operation ist Carmen Böhme glücklich. Die Narkose hat sie besser vertragen und die früheren Beschwerden sind nicht wieder aufgetreten. Sie sagt: „Ich fühle mich so viel besser als nach dem Eingriff vor zwei Jahren.“ Und so freut sie sich, dass sie direkt nach dem Krankenhausaufenthalt im Rahmen einer stationären Rehabilitation langsam mit Sport beginnen kann.

Bild: Die Teilnarkose hat Carmen Böhme aus Rheine gut vertragen. Regionalanästhesieverfahren belasten den Organismus weniger und die Patienten sind schneller wieder mobil.

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