Für die Würde des Patienten

Das Ethik-Komitee am UKM Marienhospital Steinfurt

Im klinischen Alltag der modernen Medizin kommt es immer wieder zu schwierigen Entscheidungssituationen, die sowohl das Behandlungsteam, als auch Patienten und Angehörige vor ethische Fragen oder Konflikte stellen können. Um in solchen Situationen den Beteiligten beratend zur Seite stehen zu können, gibt es am UKM MHS in Steinfurt seit einiger Zeit ein klinisches Ethik-Komitee. Dieses setzt sich aus elf Mitarbeitenden zusammen, darunter sind Ärzte, Sozialarbeiter, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Psychologen und die Krankenhausseelsorgerin. Alle Mitglieder des Ethik-Komitees wurden im letzten Jahr speziell geschult, um im Rahmen von ethischen Fallbesprechungen Handlungsempfehlungen entwickeln zu können.

Um das Ethik-Komitee bekannter zu machen, und für die ethischen Probleme im Krankenhaus zu sensibilisieren, organisiert es nun auch Fortbildungen für die Mitarbeitenden des UKM MHS. So referierte jetzt Jurist Jan Paus über das Thema: „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.“ Das Mitglied der Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe beantwortete viele Fragen, da sich auch die Rechtslage auf diesem Gebiet immer wieder verändert.  „Es scheint, als hätten wir ein Thema ausgewählt, das hochrelevant ist“, freute sich Dr. Bernd Krabbe, Vorsitzender des Ethik-Komitees, über den vollen Saal. Rund 100 Mitarbeitende des UKM MHS interessierten sich für das Thema.

Sowohl Patienten und Angehörige, aber auch die Mitarbeiter des Krankenhauses können das Ethik-Komitee um ein sogenanntes Fallgespräch bitten. Schwierige Situationen gebe es regelmäßig, skizzierte Krabbe: „Wenn ein Patient beispielsweise fortgeschritten dement ist, ist es oft nicht möglich, den Willen über die Art der Weiterbehandlung klar nachzuvollziehen. Wenn dann keine Patientenverfügung, Betreuungs- oder Vorsorgevollmacht vorliegt, empfiehlt sich eine ethische Fallbesprechung. Dabei stehen der mutmaßliche Wille und das Wohl des Patienten im Mittelpunkt.“ 

Krabbe machte ganz deutlich: „Einige Patienten kommen nicht zu uns, um gesund zu werden. Sie kommen ins Krankenhaus, weil die Schmerzen oder die Luftnot zu Hause nicht mehr erträglich sind.“ Am Lebensende geht es um die entscheidende Frage: Weiterbehandlung – ja oder nein und in welchem Umfang? Gerade dann ist das Ethik-Komitee als Entscheidungshilfe außerordentlich wichtig.

Foto: Der Leiter des Ethik-Komitees am UKM MHS, Dr. Bernd Krabbe (von links) mit dem Referenten Jan Paus und sechs weiteren Mitgliedern des Komitees.

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