"Eine große Ultraschallfamilie"

Erstellt von kk |
Erfolgreiche Staffelübergabe, von links: Dirk Schmedding (Geschäftsführer UKM MHS), Dr. Petra Vieth, Elisabeth Borg, Dr. Jürgen Ranft, Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken, Dr. Bernd Krabbe.

Kurse zur Gefäßdiagnostik jetzt am UKM Marienhospital Steinfurt

Steinfurt (ukm-mhs/kk). Wenn es um die Ausbildung junger Ärzte in der Doppler- und Duplex-Sonografie geht, ist das UKM Marienhospital Steinfurt (UKM MHS) jetzt die erste Adresse. Ab sofort organisieren Dr. Bernd Krabbe (Chefarzt Angiologie UKM MHS)  und Dr. Petra Vieth (frühere Chefärztin UKM MHS und nun niedergelassene Ärztin in Steinfurt) die spezialisierten Ultraschallkurse im Namen der Akademie für medizinische Fortbildung der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Über 20 Jahre lang hat Dr. Jürgen Ranft aus dem Knappschaftskrankenhaus Bottrop die Kurse zur Gefäßdiagnostik durchgeführt und so mehr als 3000 Ärztinnen und Ärzte ausgebildet. Am Freitag (28. September) übergab der engagierte Mediziner den Staffelstab offiziell an die beiden Angiologen aus Steinfurt. Vieth, die schon lange als Dozentin an den Kursen mitgewirkt hatte, wandte sich während der Feierstunde an Ranft: „Wir sind eine große Ultraschallfamilie geworden. Und du wirst immer ein Teil davon sein.“ Auch Ranft bestätigte: „Der Zusammenhalt unter den Referenten war einmalig. Vielen Dank.“
Über die Zukunft der Ultraschall-Kurse machte sich der Vorsitzende des Len-kungsausschusses der Akademie, Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken, überhaupt keine Sorgen. „Sie hinterlassen ein perfektes Team“, wandte er sich während der Feierstunde in Steinfurt an Ranft. Van Aken lobte in seiner Laudatio die Arbeit des Angiologen, die „durch hohe Fachkompetenz zum echten Erfolgsmodell geworden ist.“

Dabei hatte 1997 alles ganz klein angefangen, berichtete Elisabeth Borg, die Ressortleiterin Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Bis dahin hatten wir keine Fortbildungen im Bereich des gefäßdiagnostischen Ultraschalls im Programm. Das war Neuland für uns“, so Borg. „Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Inzwischen kämen die Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik.

Nach der feierlichen Staffelübergabe gingen Krabbe und Vieth mit weiteren Referenten direkt in Medias Res. Ein Kurs zur Gefäß-Ultraschall-Diagnostik mit rund 30 Medizinern startete zum ersten Mal im UKM MHS. Angeboten werden in den Räumlichkeiten in Steinfurt-Borghorst vier Lehrgänge, vom Grundkurs über die Aufbaustufen bis hin zum Abschlusskurs in der Duplex-Sonografie, einschließlich Farbkodierung in Kombination mit CW-Doppler. Dabei behandelt der Grundkurs sämtliche Gefäßregionen, die Aufbaukurse vertiefen die extrakrinellen hirnversorgenden Gefäße und die die extremitätenver- und entsorgenden Gefäße. Der Abschlusskurs behandelt wiederum alle Gefäßgruppen.
Es handelt sich bei der Duplex- und Doppler-Sonografie um Diagnostikmethoden, die keinerlei Risiken für den Patienten bergen: Mit Hilfe von Ultraschallbildern wird der Blutfluss in den Gefäßen sichtbar gemacht – ganz ohne Strahlenbelastung wie beim Röntgen oder im CT. Einsatzgebiete sind beispielsweise die Diagnosen bei Schlaganfällen, Bluthochdruck oder Gefäßverengungen.

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