Der kleine Stich bleibt

Im Labor des UKM Marienhospital Steinfurt beschleunigt die Digitalisierung den Informationsfluss und reduziert Fehlerquellen.

Im Labor des UKM Marienhospital Steinfurt werden täglich bis zu 1.800 Blutwerte bestimmt. Die Informationen, die die Mediziner dem Blut entnehmen können, sichern deren Diagnosen oder lassen Rückschlüsse auf den Therapieerfolg zu. Schnelle und verlässliche Auswertungen werden von den zwölf Mitarbeiterinnen des Labors geliefert – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Dabei werden sie von digitalen Kommunikationstechnologien unterstützt, erläutert Doris Teller aus Anlass des internationalen Tages der Patientensicherheit (17.09.2018) Sie leitet das Labor im UKM Marienhospital Steinfurt.

„Die Zeit der schriftlichen Anforderung einer Laboruntersuchung gehört der Vergangenheit an“, sagt Doris Teller. Viele Arbeitsschritte rund um die Blutentnahme sind digitalisiert. Der Informationsfluss zwischen den Stationen und dem Labor wird beschleunigt und Fehlerquellen werden reduziert. Für die Patienten bedeutet dies mehr Sicherheit. Wenn eine Pflegekraft auf der Station die Laboranforderung in die digitale Patientenakte einträgt, druckt der PC einen entsprechenden Aufkleber für die Blutröhrchen. Dank einer Schnittstelle zum Informationssystem des Labors bekommt das Labor zeitgleich eine Mitteilung über die geforderte Untersuchung. Teller: „Wenn die Blutröhrchen hier bei uns im Labor ankommen, ist das System schon darauf vorbereitet.“

Teller sagt: „Der kleine Stich bleibt.“ Die Mitarbeiter des Blutentnahme-Teams versichern sich vor dem Stich in die Ader, dass sie die richtige Person treffen. Auch dies gehört zu den Standards der Patientensicherheit. Dann wird die Blutprobe in das Labor gebracht. Rund eine halbe Stunde dauert es, bis die Probe die Laborstraße durchlaufen hat. Die gewonnenen Blutwerte werden von den Fachkräften überprüft. Bei pathologischen oder kritischen Werten informieren sie direkt den behandelnden Arzt.

Sämtliche Untersuchungsergebnisse werden automatisch vom Laborsystem in die Patientenakte übertragen. Die behandelnden Ärzte können die große Menge der gewonnenen Daten am PC auswerten. Dank der Digitalisierung können die Ärzte viel schneller auf die Laborbefunde zugreifen, um den Verlauf einer Erkrankung zu beurteilen oder den Erfolg einer Therapie zu messen.

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