Archiv: Aktuelles aus dem UKM Marienhospital Steinfurt

Nachrichten aus dem Archiv

Ende Oktober geht Chefarzt Dr. Hartmut Thiel in Ruhestand. Er leitet am UKM Marienhospital Steinfurt die Abteilung für Unfall,- Hand- und Orthopädische Chirurgie. Die Nachfolge übernehmen Dr. Steffen Roßlenbroich und Dr. Britta Wieskötter. Sie kommen aus dem Universitätsklinikum in Münster.

Dirk Schmedding, Geschäftsführer des UKM Marienhospitals Steinfurt, dankt Dr. Thiel für seine Arbeit. Er habe der Abteilung zu einem guten Ruf weit über Steinfurt hinaus verholfen. Den beiden Nachfolgern wünscht Schmedding einen guten Einstieg. „Wir freuen uns, dass die beiden Ärzte ihr Know-how aus der Universitätsmedizin in die Patientenversorgung einbringen.“


Dr. Hartmut Thiel ist Facharzt für Unfall,- Hand- und Orthopädische Chirurgie. Die Wiederherstellung des menschlichen Bewegungsapparates ist seine Aufgabe und die Handchirurgie sein Spezialgebiet. In den vielen Jahren seiner beruflichen Tätigkeit hat er immer in schwierigen Situationen schnelle Entscheidungen treffen müssen. Thiel: „Nach einem Unfall ist oft rasches Handeln erforderlich, um unseren Patienten optimal zu helfen.“

Zum Berufsalltag gehören neben den morgendlichen Besprechungen mit den ärztlichen Kollegen seiner Abteilung, die Operationen im zentralen und ambulanten OP des Steinfurter Krankenhauses, die Visiten auf den Stationen und die Notfallbehandlung verunfallter Patienten rund um die Uhr in der Notaufnahme.

Dem Medizinstudium in Münster folgten berufliche Stationen in Bielefeld, Dülmen, Münster und Osnabrück. 2001 wechselte er an das Marienhospital in Steinfurt. Thiel leitete die neu geschaffene Abteilung für Unfall-, Hand- und orthopädische Chirurgie gemeinsam mit Chefarzt Dr. Rainer Aufenberg. Die chirurgische Abteilung am Steinfurter Krankenhaus wurde in drei Teilbereiche aufgeteilt. Diese Aufteilung sei damals konsequent gewesen, um der Spezialisierung in der Unfallchirurgie, der Viszeralchirugie und der Gefäßchirurgie gerecht zu werden, so Thiel. Seinen jungen Kollegen empfiehlt er deshalb, trotz Spezialisierung, möglichst weit nach rechts und links zu blicken, um die gesamte Breite des Faches kennenzulernen. Seit September 2007 leitet er die Abteilung alleine.

Das Marienhospital Steinfurt bezeichnet er als „kleine Einheit“ und meint die kurzen Wege und das persönliche Miteinander. „Ein kollegiales Verhältnis über alle Berufsgruppen hinweg war und soll auch weiterhin ein wichtiges Markenzeichen unseres Hauses sein“, sagt Thiel.

Universitätsklinikum verstärkt seine Strahlkraft in die Region

Das Marienhospital (UKM MHS) verknüpft sich immer enger mit dem Universitätsklinikums Münster. „Unsere Patienten in der Steinfurter Region bekommen eine Behandlung, die den hohen Qualitätsstandards im UKM entspricht“, erläutert Geschäftsführer Dirk Schmedding. Jetzt setzt die Geschäftsführung des Steinfurter Krankenhauses in Abstimmung mit dem Vorstand des UKM eine neue Verantwortungsebene ein. Leitende Ärzte aus dem UKM werden im UKM MHS geschäftsführende Chefärzte einer Klinik. Sie wirken als Bindeglied zwischen der Fachdisziplin im Universitätsklinikum und dem Steinfurter Krankenhaus und leiten die einzelnen Kliniken organisatorisch. Mediziner aus der Universität bringen ihr Know-how in die Versorgung von Patienten des UKM MHS, einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, ein. „Das UKM verstärkt seine Strahlkraft in die ländliche Region. Die Patienten wissen, dass sie jederzeit guten und unkomplizierten Zugang zur Spitzenmedizin haben“, fasst UKM Vorstandvorsitzender Prof. Dr. Dr. Robert Nitsch die Idee zusammen, die hinter der neuen Struktur steht.

Kliniken und Klinikleitungen

Klinik für Innere Medizin

Dr. Gerold Thölking nimmt ab 01.11.2017 die Position des geschäftsführenden Chefarztes der Klinik für Innere Medizin ein. Das Leistungsspektrum der Klinik für Innere Medizin wird in den kommenden Monaten noch weiter spezialisiert. Die Schwerpunkte Kardiologie, Nephrologie, Diabetologie und Notfallmedizin sollen am UKM MHS noch stärker ausgebaut werden.

Chefarzt Dr. Gerold Thölking leitet gleichzeitig die Abteilung für Innere Medizin / Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie. Mit Thölking gewinnt das UKM MHS einen weiteren Mediziner mit umfassender Erfahrung in der Behandlung von Nierenerkrankungen (Nephrologie). Damit bietet das Krankenhaus einen neuen Behandlungsschwerpunkt in der stationären Patientenversorgung. Insbesondere dialysepflichtige Patienten profitieren von dem Leistungsangebot.
Schon seit September 2017 leitet Chefarzt Prof. Dr. Holger Reinecke die Abteilung für Innere Medizin / Herz-Kreislauf Medizin.
Zum neuen Chefarzt der Abteilung für Interdisziplinäre Notfallmedizin wurde Dr. Markus Eichler berufen.
Chefarzt Dr. Klaus Waltermann wird auch zukünftig die Abteilung für Innere Medizin / Gastroenterologie leiten.
Chefarzt Dr. Bernd-Walter Bautsch leitet die Abteilung für Innere Medizin / Diabetologie, Ernährungs- und Intensivmedizin.
Als Leitender Arzt ist Christoph J. Konermann für die Innere Medizin / Geriatrische Frührehabilitation zuständig.

Klinik für Chirurgie

Die Klinik für Chirurgie wird zum 1.11.2017 in zwei Bereiche aufgegliedert, zum einen der Bereich, der sich mit Operationen an Muskeln und Skelett beschäftigt und zum anderen der Bereich der Organ und Weichteilchirurgie umfasst. Den Bereich der muskuloskeletalen Chirurgie (Muskel und Skelett) leiten Dr. Steffen Roßlenbroich und Dr. Britta Wieskötter gemeinsam als geschäftsführende Chefärzte. Sie übernehmen gleichzeitig die Position der Chefärzte in der Abteilung für Unfall,- Handchirurgie und werden damit Nachfolger von Chefarzt Dr. Hartmut Thiel, der am 30.10.2017 in den Ruhestand treten wird. Das Endoprothetikzentrum (leitender Oberarzt Hans-Ulrich Sembowski), die Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie (leitender Arzt Dr. Hans-Uwe Thal) und die Abteilung für Orthopädie gehören ebenfalls zum Bereich der muskuloskeletalen Chirurgie.

Chefarzt Dr. Reiner Schürmann (Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Chefarzt Dr. Thomas Wentzler (Gefäßchirurgie) sind den Patienten im UKM MHS schon seit langem vertraut. Ihre Abteilungen sind dem zweiten Bereich der Klinik für Chirurgie zugeordnet.

Ein Statement von Prof. Robert Nitsch, Ärztlicher Leiter und Vorstandsvorsitzender des UKM, zur Neuordnung der Versorgungsstruktur am UKM MHS steht Ihnen hier zur Verfügung.

Die Patientenversorgung wird in der Übergangszeit mit einem mobilen CT gesichert.

Das UKM Marienhospital Steinfurt bekommt einen neuen Computertomographen (CT). Das 64-Zeilen-Gerät gehört zur neuesten Bauart und ist nicht nur schneller, sondern für Patienten auch strahlenärmer. Mit dem CT können die Ärzte des Steinfurter Krankenhauses Aufnahmen eines schlagenden Herzens machen. Für Unfallverletzte wird ein CT des gesamten Körpers nach wenigen Sekunden vorliegen.

Für den Tausch des CT werden in der Abteilung für Radiologie in den nächsten Wochen umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Der bisherige Standort des Gerätes wird modernisiert und an die aktuellen Anforderungen für einen Computertomographen angepasst.

In der Zwischenzeit ist die Patientenversorgung durch ein mobiles CT-Gerät gesichert, das in einem Container unmittelbar neben dem Krankenhaus steht.

Der Ambulante Pflegedienst des UKM Marienhospitals
Steinfurt ist umgezogen. Ab sofort hat die Ambulante Pflege des Steinfurter Krankenhauses eigene Räume im Ermgard von Solms-Haus an der Nordwalder Straße 9 in Steinfurt - Borghorst. Der Pflegedienst verfügt jetzt über ein größeres Raumangebot. Außerdem wird die ambulante pflegerische Versorgung der Bewohner in den Wohngruppen des Ermgard von Solms-Hauses leichter.

Mechthild Nienhaus leitet den Ambulanten Pflegedienst. Mit ihrem Team aus examinierten und erfahrenen Fachkräften betreut sie pflegebedürftige Menschen zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung. Sie sagt: „Unsere Patienten möchten in den eigenen vier Wänden leben. Deshalb wird der Unterstützungsbedarf an häuslicher Pflege immer individuell auf den Patienten abgestimmt.“ Die Pflegekräfte ermöglichen ihren Patienten so viel Selbstständigkeit, wie es deren Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Ob der Pflegedienst mehrmals in der Woche oder sogar mehrmals am Tag ins Haus kommt, richtet sich danach, was den Betroffenen hilft, ihren Alltag zu bewältigen.

Die Ambulante Pflege am UKM Marienhospital Steinfurt ist wie gewohnt rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche zu erreichen. Telefon: 02552 - 79-1210.

„Bitte denken Sie jetzt an etwas Angenehmes!“ Alexander Ross liegt im Vorbereitungsraum für eine Operation. Vlado Mihic, Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Anne Schulte, Assistenzärztin in der Anästhesiologie kümmern sich um ihren Patienten. Gleich bekommt Alexander Ross eine Kombination verschiedener Medikamente gespritzt, die ihn in einen schlafähnlichen Zustand versetzen und die Schmerzempfindung ausschalten. Nur wenige Sekunden später schläft Ross tief und fest. „An etwas Angenehmes zu denken, nimmt den Stress“, erläutert Anne Schulte. Einige ihrer Patienten würden mit diesem Gedanken nach der Operation wieder aufwachen.

Im UKM Marienhospital Steinfurt (UKM MHS) ist der Weg vom Patienten-zimmer in den OP nicht lang. Doch für Mihic und seinen Kollegen ist klar, dass ihre Patienten in diesen Minuten eine außergewöhnliche Situation erleben. Sie begegnen ihnen deshalb vom ersten Moment an mit persönlicher und zugewandter Ansprache. „Damit gewinnt der Patient die Gewissheit, dass er sich uns anvertrauen kann“, sagt Mihic. In der Regel lernt Mihic seine Patienten in der Patientenschleuse kennen. So auch Alexander Ross. „Ich bin die ganze Zeit an Ihrer Seite“, sagt Mihic. Die Schleuse trennt den OP-Bereich von den anderen Bereichen des Krankenhauses. Zur Routine in der Schleuse gehört es, dass Mihic sich nach einem festgelegten Protokoll der Identität des Patienten versichert. Er prüft auch, ob für den geplanten Eingriff sämtliche Unterlagen in der Patientenakte liegen. „Ist Ihr linkes Bein markiert?“, fragt er Ross und lässt sich die Markierung zeigen.

Nach einem kurzen Weg entlang der vier Operationssäle im UKM MHS kommen die beiden im Vorbereitungsraum an. Dort werden sie von Anne Schulte erwartet. Ross muss ihr dieselben Fragen, die er gerade erst beantwortet hat, noch einmal beantworten. Die mehrfache Prüfung der Identität dient der Sicherheit des Patienten. Mihic: „Wir legen Wert auf die individuelle Betreuung des Patienten ohne die notwendige Routine zu vernachlässigen.“ Um seinen Patienten die Nervosität und Unruhe zu nehmen, erklärt er ihnen genau, was er macht und warum dies notwendig ist.

Während der zweistündigen Operation werden Mihic und Schulte an der Kopfseite des OP-Tisches stehen. Dort befinden sich auch verschiedene Apparaturen, die zum Beispiel die Herz- und Lungenfunktion überwachen. Ein Tonsignal meldet beständig, dass seine Vitalzeichen im erwarteten Normbereich liegen. Das OP-Team um den Orthopäden Dr. Christoph Schulte hat das Bein des Patienten für den Eingriff vorbereitet. Gleich wird er mit der Operation beginnen. Doch vor dem ersten Schnitt halten alle Beteiligten noch einmal inne. Ein drittes Mal vergewissern sie sich der Identität des Patienten und des vorgesehenen Eingriffs. Im Sinne der bestmöglichen Patientensicherheit. Dann heißt es „Time out.“ Die Operation beginnt.

Seit Anfang September ist Prof. Holger Reinecke Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Angiologie am UKM Marienhospital Steinfurt. Er ist im Universitätsklinikum Münster seit 2011 als Leiter für die Abteilung für Angiologie (Gefäßheilkunde) im Department für Kardiologie und Angiologie verantwortlich. Reinecke nimmt also eine Doppelfunktion wahr: „Wir etablieren in Steinfurt in unmittelbarer Heimatnähe unserer Patienten eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung für Menschen mit Herz-kreislauferkrankungen, unter Einbindung der Spezialisten aus dem UKM.“ Der Geschäftsführer des UKM Marienhospitals Steinfurt, Dirk Schmedding, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Reinecke. Für ihn ist klar: „Die Menschen in Steinfurt und Umgebung profitieren von der Verzahnung der medizinischen Angebote des UKM mit dem Leistungsangebot des Steinfurter Krankenhauses.“

Am Steinfurter Krankenhaus ist der Leistungsschwerpunkt Angiologie schon seit vielen Jahren etabliert. Dr. Bernd Krabbe ist leitender Oberarzt dieses Bereichs.

Erkrankungen von Herz und Kreislauf gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Der Sammelbegriff Herz-Kreislauf-System steht für das Zusammenspiel des Herzen mit den Adern, die den menschlichen Körper mit frischem Blut versorgen. Zu den Krankheitsbildern des Herzen (Kardiologie) gehören unter anderem Durchblutungsstörungen des Herzen, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen. Als Gefäßerkrankungen (Angiologie) bezeichnet man zum Beispiel Verengungen der Adern in den Beinen oder schlecht heilende Wunden.

Am UKM Marienhospital Steinfurt stehen verschiedene diagnostische und therapeutische Verfahren zur Verfügung. Dazu gehören nichtinvasive kardiologische Verfahren vom EKG bis hin zu speziellen Ultraschalluntersuchungen. Aber auch invasive Verfahren wie die Angiographie kommen in Steinfurt zum Einsatz. Engstellen in den Gefäßen können mit Hilfe dieses Röntgenverfahrens sichtbar gemacht werden. Das Verfahren wird außerdem eingesetzt, um Engstellen zu beseitigen oder mit einer Gefäßstütze (Stent) auszustatten.

Zur Person:
Prof. Dr. Holger Reinecke ist 49 Jahre alt. Nach seinem Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster war er zunächst als Assistenzarzt und anschließend als Oberarzt an der Universitätsklinik in Münster tätig. Reinecke ist Facharzt für Innere Medizin, Angiologie und Kardiologie und hat auch über die Weiterbildung „Internistische Intensivmedizin“ abgeschlossen.
Er wirkt in verschiedenen nationalen Expertengremien mit, die sich mit Ge-sundheitsfragen auseinandersetzen. Zuletzt wurde er in das Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) berufen und ist seit März 2016 Vorsitzender des KKG. Das KKG berät das Bundesministerium für Gesundheit bei der Erarbeitung, Pflege und Weiterentwicklung von amtlichen Klassifikationen im Gesundheitsbereich.

Die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie des UKM Marienhospitals Steinfurt zieht noch vor Weihnachten von Laer nach Emsdetten. 54 stationäre Behandlungsplätze für Patienten, die an psychosomatischen Erkrankungen leiden, werden künftig in dem Gebäude-komplex entlang der Marienstraße untergebracht.
Außerdem wird die Tagesklinik für psychosomatische Medizin, mit ihren 16 Behandlungsplätzen an die Marienstraße verlegt. Die Tagesklink ist schon Ende 2016 von Altenberge nach Emsdetten umgezogen. Die Interimslösung sah vor, dass die Tagesklinik im Pavillon des Gesundheitscampus untergebracht wird bis das Gebäude an der Marienstraße für seine neue Nutzung bereit steht.

Zum Raumprogramm der Abteilung für psychosomatische Medizin gehören modern eingerichtete Patientenzimmer und zahlreiche Therapieräume. Da sich die Patienten in der Regel mehrere Wochen in der stationären Gesundheitseinrichtung aufhalten, gibt es auch Gemeinschaftsräume, in denen die Patienten ihre Freizeit verbringen können. Sämtliche Funktionsräume, die für den Betrieb der Abteilung notwendig sind, werden in das Raumangebot an der Marienstraße integriert.

In wenigen Tagen beginnen die Handwerker mit den notwendigen Renovie-rungsarbeiten und Umbaumaßnahmen. Ein Teil der Patientenzimmer wird mit neuen Nasszellen ausgestattet. Dann verfügt jedes Zimmer über ein eigenes Bad. Die zeitgemäße Einrichtung der Zimmer und ein darauf abgestimmtes Farbkonzept sorgen für ein wohnliches Ambiente. „Die funktionelle Einrichtung der Patientenzimmer wird um Gestaltungselemente ergänzt, die aus der Inneneinrichtung von Hotels bekannt sind“, sagt Geschäftsführer Dirk Schmedding. Patienten und Mitarbeiter des UKM Marienhospitals Steinfurt gelangen nach Abschluss der Bauarbeiten direkt von der Marienstraße in das Gebäude. Dafür bekommt die Eingangshalle an der Marienstraße ein neues Gesicht.

Der Umzug ist für die Woche vor den Weihnachtstagen terminiert. Er schließt die Zusammenführung der beiden Teilbereiche der Abteilung für psychosomatische Medizin ab. Die stationäre Behandlungseinheit der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie und die Tagesklinik sind nach dem Umzug unter einem Dach im Gesundheitscampus Emsdetten untergebracht.

Im Stationszimmer und dem Pflegearbeitsraum der Station S-1 im UKM Marienhospital Steinfurt herrscht rege Betriebsamkeit. Drei Mitarbeiter füllen die Medikamentenschubladen und Vorratsschränke. Daneben weist Sigrid Compes, Stationsleiterin der S-1, drei neue Kolleginnen in die Handhabung der Technik einer Infusionsspritzenpumpe ein.

Die Mitarbeiter bereiten sich auf die ersten Patienten vor, die in wenigen Tagen auf der Station behandelt werden. Am 04. September 2017 wird die Station S-1 wiedereröffnet. Angesichts der steigenden Patientenzahlen und der erfreulicherweise hohen Auslastung unserer Klinik ist es notwendig, die Raumkapazitäten im Erdgeschoss des Bettentraktes für die Patien-tenversorgung zu reaktivieren, so der Geschäftsführer des UKM MHS, Dirk Schmedding. „Durch die Wiederbelebung der Station haben automatisch auch die anderen Stationen

wieder mehr Platz.“ Zwölf zusätzliche Stellen hat das Krankenhaus für die Wiederinbetriebnahme der Station eingerichtet. Einige Mitarbeiter wechseln aus anderen Bereichen dorthin.

Auf der Station S-1 sollen ausschließlich Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt werden. Deshalb wurde an jedem Patientenbett ein Anschluss für die Sauerstoffversorgung neu installiert. Um die Aufenthaltsatmosphäre in den Patientenzimmern zu verbessern, sind sie mit neuen Kleiderschränken ausgestattet worden. Neue Zimmertüren und ein neuer Bodenbelag geben dem Stationsflur ein freundliches Gesicht. Eine moderne Telefon- und Notrufanlage sowie hochwertige Fernsehgeräte runden das Angebot für die Patienten ab.

Das UKM Marienhospital Steinfurt entwickelt in Abstimmung mit dem Universitätsklinikum Münster die Kompetenzen im Bereich der Inneren Medizin weiter. Dazu wird insbesondere das Leistungsspektrum zur Diagnostik und Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen erheblich erweitert. Mit der Weiterentwicklung eines zentralen medizinischen Kompetenzfeldes wird die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung in Steinfurt und den umliegenden Städten und Gemeinden dauerhaft verbessert. Unter anderem ist das ärztliche Team schon seit einigen Monaten um hochqualifizierte Herzspezialisten aus dem UKM erweitert worden, die die Patientenversorgung mit übernehmen und weiter ausbauen.

Hundertmal schneller als die Internetverbindung mit einer modernen DSL-Verbindung. „Und die müssen wir uns mit niemandem teilen“, fügt Tobias Kintrup, Leiter der IT-Abteilung im UKM MHS, hinzu. Wenn viele Anwohner eines Stadtviertels eine Datenleitung zur gleichen Zeit nutzen, sinkt die Übertragungsrate und das Internet wird langsam. Das gilt nicht für das Steinfurter Krankenhaus. Eine konstante Transferrate von 10 Gbit sichert dem Krankenhaus einen schnellen Zugriff auf die digitale Welt.

Zentrales Kernstück der digitalen Krankenhauswelt ist ein Informationssystem (KIS), in dem für jeden Patienten alle wichtigen Kenndaten hinterlegt sind. Die digitale Akte eines Patienten wird während seines Aufenthaltes im Krankenhaus ständig aktualisiert. Seine Blutwerte werden von den Mitarbeitern des Labors eingepflegt. Ärzte und Pflegekräfte halten den gesamten Behandlungsverlauf fest. Röntgenbilder stehen nur kurze Zeit nach der Befundung durch den Radiologen in der Patientenakte bereit.

Ohne IT funktioniert ein modernes Krankenhaus nicht mehr. Die Datenge-schwindigkeit ist dabei nur ein Highlight der IT-Infrastruktur, die der Ge-schäftsbereich IT des UKM gemeinsam mit dem Zentrum für Informationsverarbeitung (ZIV) der Universität Münster und Tobias Kintrup derzeit in Steinfurt und Münster aufbaut. Eine Datenautobahn verbindet das UKM MHS mit seinen beiden Standorten in Steinfurt und Emsdetten und das UKM in Münster. Selbstverständlich ist für den Fall vorgesorgt, dass zum Beispiel ein Bagger bei Erdarbeiten die Leitung unterbricht. Ständig ist eine zweite Datenleitung zwischen den drei Standorten aktiv. Sie ist genauso ausgestattet wie die erste Leitung. Eine Information wird aber nicht doppelt auf den Weg gebracht. Kintrup: „Der beste Weg wird genommen.“

Die vielen Puzzleteile, aus denen die Reorganisation der IT-Struktur des UKM MHS besteht, sind für den Geschäftsbereich IT des UKM ein anspruchsvolles Projekt. Die Mitarbeiter sind alle hoch motiviert bei der Sache. „So eine Aufgabenstellung begegnet einem nicht alle Tage“, fasst Kintrup zusammen. In einer digitalen Testumgebung kann er mittlerweile sehen, wie sich die verschiedenen Puzzleteile zusammenfügen. Für den Herbst sind Schulungen vorgesehen, um Ärzte und Pflegekräfte in die Nutzung der neuen Infrastruktur einzuführen. Auch dies geschieht in der Testumgebung. Zum Jahreswechsel 2017/2018 löst das neue KIS das bisherige Krankenhausinformationssystem des Steinfurter Krankenhauses ab.

Schüler beginnen ihr Jahrespraktikum im UKM Marienhospital Steinfurt

Für Gina, Alyna, Dominik, Anna und Silvia sind die Sommerferien schon zu Ende. Erst vor wenigen Wochen haben sie ihren Realschulabschluss geschafft und sich dann an der Fachoberschule (FOS) in Steinfurt angemeldet. Ihre neue Schulzeit beginnt mit einem Jahrespraktikum im UKM Marienhospital Steinfurt. Deshalb sind für die fünf Praktikanten in diesem Jahr die Schulferien vier Wochen kürzer. Die zwölfmonatige Praxisphase ist eine Voraussetzung, um das Fachabitur zu absolvieren.

Ein abwechslungsreiches Programm hat Anne Kloos, Pflegeexpertin am UKM MHS, für die FOS-Schüler vorbereitet. Die gelernte Gesundheits- und Kran-kenpflegerin gibt den Schülern eine erste Orientierung für ihre Arbeit im Marienhospital, bevor sie dann ein Jahr lang auf den Pflegestationen in die Betreuung der Patienten eingebunden werden. Unter Anleitung durch das Fachpersonal erhalten sie praktische Kenntnisse zum Berufsfeld des Gesundheits- und Krankenpflegers.

Arbeitsschutz, Gefahrstoffe und Krankenhaushygiene sind nur drei der The-men, mit denen sich die Jugendlichen auseinandersetzen. Sie erfahren zum Beispiel von der Gefahrstoffbeauftragten Marianne Gilles, wie sie sich vor Nadelstichverletzungen schützen können. Den hohen Stellenwert von Hygienemaßnahmen erklärt ihnen Hygienefachkraft Angelika Wehri mit anschaulichen Beispielen. Auch üben sie die vollständige Händedesinfektion: Mit Desinfektionsmittel reiben sie sich 30 Sekunden lang die Hände gründlich ein und reinigen Handaußen- und Handinnenflächen sowie die Finger. Das Ergebnis können sie direkt selbst beurteilen: In einer schwarzen Box mit blauem Licht werden die Stellen sichtbar, die noch nicht vollständig desinfiziert sind. In den nächsten Tagen folgen weitere praktische Übungen. Die FOS-Schüler erhalten ein umfangreiches Basiswissen für die Betreuung von Patienten. Sie lernen, was sie beim Anreichen einer Mahlzeit beachten sollen oder wie sie Patienten mit einfachen Hilfsmitteln in eine gute Sitzposition bewegen können. Schon seit vielen Jahren ermöglicht das UKM MHS jungen Menschen, die verschiedenen Facetten des Berufs der Gesundheits- und Krankenpfleger kennenzulernen.

Steinfurt (mhs/aw). Gute Nachrichten für die Menschen in Emsdetten: Am 1. September diesen Jahres öffnen sich die Türen der ehemaligen Komfortstation des im Jahr 2015 geschlossenen Marienhospitals wieder zum Wohle der Gesundheitsversorgung aller. In der dritten Etage des Hauses richtet die „Das Gezeitenland mobil GmbH“ rund 20 Versorgungsplätze für Menschen ein, welche beispielsweise auf Grund invasiver Beatmung eine intensivmedizinische Pflege und Betreuung benötigen. „Wir freuen uns sehr, dass der Kontakt zu den Geschäftsführern des UKM Marienhospital Steinfurt GmbH, Herrn Dr. Thorsten Kraege und Herrn Dirk Schmedding, so reibungslos verlief“, so der Geschäftsführer der Das Gezeitenland mobil GmbH, Damian Stampa. Die beiden Geschäftsführer des UKM MHS ergänzen: „Der Gesundheitscampus Emsdetten wird durch den Einzug der Gezeitenland GmbH weiter mit neuem Leben gefüllt. Durch die bereits ansässigen Haus- und Fachärzte sowie durch die Apotheke und das Sanitätshaus, wird zudem die optimale Versorgung der dann dort betreuten Patienten gewährleistet und der Gesundheitsstandort Emsdetten gestärkt.“

Bei der Gezeitenland mobil GmbH werden Patienten ausschließlich durch dreijährig examiniertes Pflegefachpersonal betreut. Jede Pflegekraft pflegt höchstens bis zu drei Patienten zeitgleich. Außerdem müssen alle Pflegefachkräfte im ersten Beschäftigungsjahr eine zertifizierte Weiterbildung zur Heimbeatmung nachweisen. Zum Start der neuen Intensivpflege im September werden die Pfleger in Emsdetten durch Kollegen der ehemaligen Johannesklinik in Altenberge unterstützt. Diese betreuen dort seit August 2015 bis zu 24 Patienten mit Intensivpflegebedarf und stehen den neuen Kollegen dann mit ihrer Kompetenz und Erfahrung als Ansprechpartner zur Seite.

Mit der Aufnahme des Pflegebetriebs im September wird auch die Cafeteria des ehemaligen Marienhospitals wieder öffnen. So haben neben Patienten und Angehörigen auch alle Mitarbeiter des Campus sowie die Emsdettener Bürger und Freunde dann wieder die Möglichkeit, gemeinsam zu frühstücken oder eine Tasse Kaffee und selbstgebackenen Kuchen zu genießen.

Steinfurt (scho). Für Patienten, die unter Gelenkverschleiß an Knie oder Hüfte leiden, ist der künstliche Gelenkersatz eine letzte Therapiemöglichkeit. Von dem künstlichen Ersatz des erkrankten Gelenkes verspricht weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit. Auch bei Knochenbrüchen, zum Beispiel im Bereich der Hüfte, kann der künstliche Gelenkersatz eine wirksame und schnelle Hilfe sein, um die Geh- und Belastungsfähigkeit des Patienten wiederherzustellen.

Das UKM Marienhospital Steinfurt gehört nun zu den Krankenhäusern, die für diese Eingriffe mit einem Zertifikat ausgezeichnet wurden. Das Endoprothetikzentrum am UKM MHS steht unter der Leitung von Hans-Ulrich Sembowski. „Für Patienten ist das Zertifikat wie ein Gütesiegel“, sagt er. Gemeinsam mit Dr. Andrea Pokorná und Dr. Christoph Schulte ist er einer der drei Hauptoperateure des Zentrums. Dirk Schmedding, Geschäftsführer des Steinfurter Kranken-
hauses ergänzt: „Wer eine Klinik sucht, die sich auf die Implantation von künstlichen Gelenken spezialisiert hat, kann dank des Zertifikates sicher sein, dass wir die hohen Anforderungen der Fachgesellschaft erfüllen.“

In einem umfangreichen Verfahren wurde überprüft, wie das Krankenhaus in Steinfurt die Prozessabläufe und medizinischen Standards der deutschen Fachgesellschaften erfüllt. Ein besonderes Augenmerk hatten die Prüfer auf die Therapieabläufe im UKM Marienhospital Steinfurt. Sie beschäftigten sich mit den Prozessen, die ein Patient von der Diagnosestellung bis zur Nachsorge im Krankenhaus durchläuft. In zahlreichen Standards und Verfahrensanweisungen sind diese Prozesse genau beschrieben und in einem Qualitätsmanagementsystem hinterlegt.

Vor Ort konnten sich die Prüfer davon überzeugen, dass die Mitarbeiter diese Vorgaben einhalten und weiterentwickeln. Verschiedene Berufsgruppen des Krankenhauses waren an der Prüfung beteiligt. Neben den Chirurgen des Zentrums waren auch Röntgenärzte, Pflegefachkräfte, OP-Pflegefachkräfte, Narkose-Pflegefachkräfte, Krankengymnasten, und der Sozialdienst gefordert. Sembowski ist sich sicher: „Das gute Zusammenspiel der verschiedenen Fachdisziplinen zeigt sich auch in der Zufriedenheit unserer Patienten.“

„Mit unseren Maßnahmen wollen wir für jeden Patienten die hohe Qualität in der Versorgung mit künstlichem Gelelenkersatz sichern“, so Sembowski. Für die Diagnostik steht vor Ort die notwendige technische Ausstattung zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem auch die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT). In den Gesprächen mit seinen Patienten legt Sembowski Wert darauf, dass sie umfassend über ihre Erkrankung aufgeklärt werden. Sie sollen realistisch einschätzen können, welchen Erfolg sie durch den operativen Eingriff erreichen. Die Patienten beginnen schon einen Tag nach der Operation mit Übungen, um sich schnell an das alltägliche Leben mit dem künstlichen Gelenkersatz zu gewöhnen. Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt nehmen die Patienten an einer Rehabilitationsmaßnahme teil.

Jeder Operateur muss pro Jahr eine bestimmte Anzahl an Operationen zum Ersatz von geschädigten Gelenken an Hüfte oder Knie vorweisen, um an dem Zertifizierungsverfahren teilnehmen zu können. So sollen ein hohes Maß an Kompetenz, Spezialisierung und Erfahrung gewährleistet werden. Am UKM MHS werden diese Mindestzahlen weit überschritten: Im Jahr 2016 wurden insgesamt fast 500 Eingriffe im Endoprothetikzentrums durchgeführt.

Am Samstag, 04. März 2017 wird Dr. med. Bernd Krabbe, Leitender Oberarzt der Abteilung für Angiologie des UKM Marienhospital Steinfurt im Rahmen des 5. Lymph-Aktiv-Tages in Emsdetten einen Vortrag zum Thema „Wunde in der Lymphologie“ halten.

Krabbe geht in seinem Vortrag dem Zusammenhang von Wundheilungsstörungen und dem menschlichen Lymphsystem nach. Das Lymphsystem durchzieht den menschlichen Körper als ein feines Netz entlang der Blutgefäße. Die Flüssigkeit, die durch dieses Netz transportiert wird heißt Lymphe. Wird der Fluss der Lymphe unterbrochen, kann sich die Lymphe stauen und ansammeln. Es entstehen Lymphödeme.

In der Regel verursachen Lymphödeme selbst keine Wunden. Nicht selten ist das Lymphödem jedoch die Folge einer über einen langen Zeitraum bestehenden Wunde oder einer Grunderkrankung. Deshalb ist die Suche nach möglichen Auslösern für die Entstehung der Wunde für die weitere Therapie und den Heilungsprozess entscheidend. Häufige Erkrankungen, die Wunden an den Beinen verursachen sind Krampfaderleiden, Infektionen, Durchblutungsstörungen oder Lähmungen.

Im Vortrag werden die unterschiedlichen Krankheitsbilder, die Entstehungs-mechanismen von Wunden, die erforderlichen Untersuchungen und die ver-schiedenen Therapieansätze einer modernen Wundtherapie erläutert. An-schließend können Patienten und Interessierte Fragen zu dem Thema stellen.

Samstag, 04. März 2017
Wunde in der Lymphologie
12.40 bis 13.10 Uhr

Veranstaltungsort:
Stroetmanns Fabrik Lichthof
Friedrichstr. 2
48282 Emsdetten

Der Vortrag ist ein Beitrag des 5. Lymph-Aktiv-Tages für Ödempatienten. Veranstalter ist „Lymph-Aktiv Steinfurt GbR“
Der Veranstalter bittet um Anmeldung. Tel.: 02572 / 8 48 44

Informationsstand am 07. März 2017 von 09.00 bis 16.00 Uhr im Steinfurter Krankenhaus

Das UKM Marienhospital Steinfurt beteiligt sich am 20. Tag der gesunden Ernährung des Verbandes für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED). In diesem Jahr steht der Tag der Ernährung unter dem Motto: Ernährung im Alter: gesund alt werden - gesund bleiben. Am Dienstag, 07. März 2017 informieren Fachkräfte des Krankenhauses in der Zeit von 09.00 bis 16.00 Uhr über gesunde Ernährung im Alter. Dafür wird ein Informationsstand im Foyer des Marienhospitals aufgebaut.

Chefarzt Dr. med. Bernd-Walter-Bautsch (Allgemeine Innere Medizin und Diabetologie) beantwortet gemeinsam mit den Diabetesberaterinnen, Diätassistentinnen und Ernährungsberaterinnen im UKM Marienhospital Steinfurt Fragen rund im die Ernährung mit und ohne Diabetes mellitus . Für das Team ist klar, dass eine gesunde Ernährung helfen kann, altersbedingten Erkrankungen vorzubeugen, sie zu verbessern und die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten. Sie sagen: „Gesund zu essen bedeutet besser zu leben.“


Mit dem Alter stellen sich körperliche Veränderungen ein. Möglichen Funk-tionseinschränkungen oder einem Verlust der Leistungsfähigkeit kann mit einem bewusst verändertem Ernährungsverhalten begegnet werden. Deshalb liegt der Schwerpunkt des Informationsangebotes auf praktischen Tipps für altersgerechte Ernährung und Bewegung im Alltag.

Für Patienten, Besucher und Mitarbeiter wird es außerdem einen Gesundheitscheck geben, um das eigene Risiko zu bestimmen, an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zu erkranken. Die Fachkräfte des UKM Marienhospital Steinfurt geben Hinweise für eine diabetesgerechte Lebensweise im Alter. Das Steinfurter Krankenhaus ist von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als Diabeteszentrum zertifiziert.

Seit 01. Oktober 2016 ist das UKM neuer Träger des Steinfurter Krankenhauses. „Das UKM Marienhospital Steinfurt hat seinen klaren Schwerpunkt in der Grund- und Regelversorgung. Für die medizinische Akutversorgung der Bevölkerung im Kreis Steinfurt ist das Krankenhaus maßgeblicher Baustein,“ sagte Prof. Dr. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender des UKM, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Die nachhaltige Sicherung der Standorte in Steinfurt und Emsdetten steht im Mittelpunkt des Konsolidierungsprozesses, den die beiden Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. Thorsten Kraege und Dirk Schmedding, in den vergangenen vier Monaten mit Hochdruck vorangetrieben haben. Beide sind darin einig, die medizinischen Kompetenzen der Abteilungen des Marienhospitals weiterzuentwickeln. Schmedding: „Die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung in Steinfurt und den umliegenden Städten und Gemeinden ist unser klarer Auftrag.“

Mit verschiedenen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen bereitet sich das UKM Marienhospital Steinfurt in den nächsten Wochen auf eine Erweiterung seines Leistungsspektrums vor. Dazu gehört unter anderem die Reaktivierung der Station S-1 im Erdgeschoss des Steinfurter Krankenhauses. Die Patientenzimmer der Station S-3 sollen eigene Nasszellen erhalten. Für einen neuen Computertomographen (CT) wird das Raumprogramm der Abteilung für Radiologie angepasst.

Intensivstation erhält sechs zusätzliche Intermediate-Care Behandlungsplätze

In den vergangenen Wochen wurde eine Raumeinheit in der ersten Etage des Krankenhauses kernsaniert und an die Intensivstation angeschlossen. Im Februar wird die Kapazität der Intensivstation auf insgesamt 19 Betten durch Intermediate Care Betten erweitert. Auf der Intensivstation werden acht Patienten versorgt, die eine volle intensivmedizinische Betreuung benötigen. Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit, die Patienten zu beatmen oder bestimmte Körperfunktionen mit medizinischen Geräten zu ersetzen.
 
Außerdem werden auf der Intensivstation Patienten nach dem Konzept der Intermediate Care (IMC) betreut. Sie können selbstständig essen und sich bewegen. Doch zum Beispiel ihre Herzfrequenz, der Blutdruck und die Sauerstoffsättigung werden mit Hilfe moderner Medizintechnik kontinuierlich überwacht. Zu den fünf vorhanden IMC-Plätzen kommen sechs weitere Plätze hinzu. Von dieser Maßnahme profitieren zum Beispiel Patienten aus der Region um Steinfurt, die nach einem Eingriff im UKM länger intensivmedizinisch betreut werden müssen. Sie können wohnortnah verlegt werden und erhalten in Steinfurt eine optimale Versorgung.

Neue Untersuchungsmöglichkeit für Patienten mit Herzerkrankungen

Im Bereich der Inneren Medizin wird das Leistungsspektrum zur Diagnostik und Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen erweitert. Prof. Dr. Holger Reinecke leitet die Abteilung für Angiologie am UKM in Münster. Im UKM Marienhospital Steinfurt ist er gemeinsam mit Dr. med. Bernd Krabbe für den Behandlungsschwerpunkt Herz-Kreislauf-Medizin verantwortlich. So sollen alle wesentlichen diagnostischen Möglichkeiten einer kardiologischen Abteilung zukünftig auch in Steinfurt angeboten werden. Dazu können bei ausgewählten Fällen auch Herzkatheter-Untersuchungen durchgeführt werden. Mit dem minimalinvasiven Röntgenverfahren kann die Durchblutung des Herzens und der Herzkranzgefäße sichtbar gemacht werden.

Neubau des Bettenhauses in Steinfurt

Der Neubau eines Bettenhauses ist ein weiterer Bestandteil des Modernisie-rungskurses am Steinfurter Krankenhaus. Dr. Thorsten Kraege erläutert: „Für die Planung des Gebäudekomplexes werden derzeit die Anforderungen zusammengestellt, die sich aus dem medizinischen Leistungsspektrum ergeben.“ Auf dieser Basis werden die Planer einen Baukörper entwickeln, der nicht nur die modernen Standards für die Patientenzimmer berücksichtigt, sondern zugleich den funktionellen Abläufen im Krankenhaus Rechnung trägt. Derzeit gehen Kraege und Schmedding davon aus, dass im letzten Quartal 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Für das neue Bettenhaus muss zunächst der Verwaltungstrakt des Krankenhauses abgerissen werden. Nach einer Bauzeit von knapp anderthalb Jahren soll Mitte 2019 der Neubau in Betrieb genommen werden. Anschließend wird auch das bisherige Bettenhaus abgerissen.
Um den gestiegenen Bedarf an Parkraum gerecht zu werden, wird derzeit ge-prüft, ob auf einem Teil des Parkplatzes am Steinfurter Krankenhaus ein zu-sätzliches Parkdeck gebaut werden kann.

Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie ab Sommer 2017 vereint am Standort Emsdetten

Am Standort in Emsdetten laufen die Vorbereitungen für den Einzug der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie. Bis zum Sommer 2017 soll in dem Gebäudetrakt entlang der Marienstraße ein Raumangebot geschaffen werden, dass den Ansprüchen an die optimale Versorgung der Patienten genügt. Zum Beispiel ist die Ausstattung der Patientenzimmer nach Abschluss der Renovierungsarbeiten für einen mehrwöchigen Aufenthalt geeignet. Bislang war die Abteilung an den beiden Standorten in Laer und Altenberge untergebracht.

Die Tagesklinik für Psychosomatik und Psychotherapie nimmt am 02. Januar 2017 ihren Betrieb in Emsdetten auf.

Die Tagesklinik wechselt „zwischen den Jahren“ ihren Standort von Altenberge nach Emsdetten. Der Umzug wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tagesklinik mit Unterstützung von Kollegen aus verschiedenen Bereichen des Steinfurter Krankenhauses (z.B. Technik, IT, Verwaltung) umgesetzt.

Derzeit werden die ehemaligen Stationen 2 und 4 des Krankenhauses in Emsdetten für die neue Nutzung vorbereitet. Sie waren in dem 1986 errichteten Erweiterungsbau untergebracht. Dieser Pavillon befindet sich hinter dem Hauptgebäude und direkt an der Parkanlage des Gebäudekomplexes. Der Pavillon erhält einen eigenen Zugang in dem Verbindungsflur zwischen Pavillon und Hauptgebäude, sodass Patienten und Mitarbeiter direkt vom Parkplatz aus in die Räume gelangen können. Die früheren Patientenzimmer auf den beiden Ebenen des Pavillons werden zur Therapie- und Büroräumen umgestaltet.

In der Tagesklinik sind elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im therapeutischen Bereich beschäftigt: Fünf Ärzte und psychologische Therapeuten, drei Pflegekräfte und drei Spezialtherapeuten (Ergotherapie, Sporttherapie, Physiotherapie).
Folgende Krankheitsbilder werden in der Tagesklinik behandelt:
• Depressive Störungen
• Chronische Schmerzstörungen seelischer Ursache oder mit seelischen Folgewirkungen
• Angststörungen
• Anpassungs- und posttraumatische Störungen
• Persönlichkeitsstörungen, z. B. Borderline-Störung
• Somatoforme Störungen (körperliche Symptome psychischer Ursache)
• Seelische Störungen infolge von körperlichen Krankheiten
Die Tagesklinik verfügt über 16 Behandlungsplätze. Die Therapiezeiten der Tagesklinik sind festgelegt auf montags bis donnerstags von 8:00 bis 17:00 Uhr sowie freitags von 8:00 bis 13:00 Uhr. Abende, Wochenenden und Feiertage verbringen die Patienten zu Hause. Der Wechsel von intensiver Behandlung in der Tagesklinik und die Rückkehr des Patienten in die gewohnte häusliche Umgebung ist integraler Bestandteil des Behandlungsangebots der Tagesklinik. Die Gesamtdauer der Behandlung beträgt acht bis zehn Wochen.

Das stationäre Behandlungsangebot der Abteilung für psychosomatische Medizin wird im Laufe des Jahres 2017 von Laer nach Emsdetten verlegt. Die stationäre Abteilung verfügt über 54 Behandlungsplätze.

Vor dem Umzug der stationären Abteilung für psychosomatische Medizin erfolgen weitere Umbauarbeiten. Das Raumkonzept ist dann auf die gemeinsamen Bedürfnisse der Tagesklinik und der stationären Abteilung abgestimmt.

Weitere Informationen über die Tagesklinik erhalten Sie hier: weiter>>>

Abendvisite "Schlafstörung: Was ist das und was kann man dagegen tun?"

 
 

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